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Langer Weg zu neuen Bauflächen

Interessenten dafür gibt es in Ringenhain. Aber um die Bebauung an der Weifaer Straße zu ermöglichen, ist ein umfangreiches Verfahren nötig.

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© dpa

Constanze Knappe

Ringenhain. An der Weifaer Straße in Ringenhain sollen drei Baugrundstücke für Eigenheime entstehen. Interessenten dafür gibt es. Aber um die insgesamt 2 800 Quadratmeter große Fläche überhaupt bebauen zu dürfen, muss die Gemeinde Steinigtwolmsdorf gemäß dem Baugesetzbuch eine sogenannte Ergänzungssatzung aufstellen. Denn die Fläche befindet sich im Landschaftsschutzgebiet „Oberlausitzer Bergland“ und muss für eine Bebauung aus diesem ausgegliedert werden.

„Damit verbunden sind Auflagen für Ausgleichsmaßnahmen wie die Pflanzung von 365 Quadratmeter Hecke sowie von zehn Laub- oder Obstbäumen“, erklärt Lutz Hohlbaum von der Bauverwaltung der Gemeinde Steinigtwolmsdorf. Die Kosten für diesen Umweltausgleich wie auch für die Planungsleistungen und für die Erschließung der Fläche hat der private Eigentümer zu tragen. Das ist vorab in einem städtebaulichen Vertrag zwischen ihm und der Gemeinde Steinigtwolmsdorf zu regeln.

Seit zwei Jahren schon beschäftigt das Thema die Gemeinde Steinigtwolmsdorf. Nachdem sich nun der Technische Ausschuss und der Gemeinderat mit den Entwürfen des beauftragten Planungsbüros aus Neustadt befasst haben, sollen die Pläne ab 7. März zur öffentlichen Einsichtnahme in der Verwaltung ausgelegt werden. Mit einem Beschluss wird im Mai gerechnet. Danach kann der Eigentümer der Fläche einen Antrag auf Baugenehmigung beim Landratsamt einreichen.

An der Entscheidung darüber ist die Gemeinde Steinigtwolmsdorf jedoch nicht beteiligt. Sie hat nach Aussage von Lutz Hohlbaum das umfangreiche Verfahren dennoch mit auf den Weg gebracht, um die Schaffung weiterer Bauplätze für junge Familien zu unterstützen. Abgesehen von dem betreffenden Flurstück an der Weifaer Straße gibt es ansonsten in Ringenhain nur die Möglichkeit von Lückenbebauungen.