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Hoyerswerda

Zwischen Bergkönigen und Koboldwesen

Gleich mit zwei Wettkämpfen an einem Wochenende wurde der Niederlausitzer Läufercup fortgesetzt – auch Sportler aus Hoyerswerda mischten vorn mit.

Das waren die Hoyerswerdaer „Bergkönige“ beim Ostsee-Cross: Michaela Scholze (v. l.), Aaron Scholze, Jaqueline Leh, David Habeck, Stefan Mandrossa, Tibor Bodo und Angela Grüneberg (alle Lauftreff Lausitz).
Das waren die Hoyerswerdaer „Bergkönige“ beim Ostsee-Cross: Michaela Scholze (v. l.), Aaron Scholze, Jaqueline Leh, David Habeck, Stefan Mandrossa, Tibor Bodo und Angela Grüneberg (alle Lauftreff Lausitz). © Foto: Manfred Grüneberg

Von Manfred Grüneberg

Hoyerswerda. Gleich mit zwei Wettkämpfen wurde am vergangenen Wochenende der Niederlausitzer Läufercup fortgesetzt. Für die Sportler und Helfer der Veranstaltungen ist es in Corona-Zeiten spannend zu beobachten, wie die einzelnen Schutzkonzepte umgesetzt werden. War vor Wochenfrist beim Branitzer Parklauf durch die breit gezogene Startaufstellung noch eine gewisse Unordnung zu verzeichnen, so hatten die Veranstalter beim brandenburgischen Ostsee-Cross die Startfreigabe durch einen die Formation absprintenden Fahnenschwenker schon fast perfekt geregelt. Noch einfallsreicher waren die Initiatoren beim sächsischen Scrato-Lauf. Auf der langgezogenen Startgeraden formierte sich das Läuferfeld versetzt in Zweierreihe, welche durch rote Farbpunkte markiert wurden. Da bei beiden Läufen die Nettozeit gewertet wurde (die Zeitnahme erfolgte erst beim überschreiten der Startlinie), waren alle Beteiligten recht entspannt. Auf den Strecken änderte sich das jedoch schnell.

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Beim 2. Ostsee-Cross (bei Cottbus) verpasste der jüngste Lauftreff-Lausitz-Flitzer Aaron Scholze gleich nach dem Start den Abzweig für den 2,5-km-Kinderlauf. Nach gut 500 Metern wurde er darauf hingewiesen. Er drehte um, spurtete wieder auf Kurs und gewann seine Altersklasse M6/9. Nur Ina Heller (W50) vom SC Hoyerswerda kletterte an diesem Tage ebenfalls noch auf das oberste, leider nur virtuelle, Siegerpodest beim 5,3-km-Crosslauf. Nicht nur durch den extremen Anstieg auf den letzten Kilometer (normale Besucher des Erlebnisparks können für die 45 Meter höher gelegene Sommer-Rodel-Bahn den Lift nehmen) ist die Crossbezeichnung dieser Laufveranstaltung spürbar gewesen. Gut ins Ziel auf Platz 4 liefen für Hoyerswerda die LTL-Sportlerinnen Michaela Scholze (W35) und Jaqueline Leh (W40) sowie Angela Grüneberg (W60). Über Podestplätze freuen durften sich auch die LTL-Behindertensportler David Habeck (M30), Stefan Mandrossa (M35) und Rainer Schlachte (M30).

Beim 10-km-Cross erinnerte das hügelige und versandete Gelände an alte Zeiten bei den Crossläufen auf der Bärenbrücker Höhe. Den LTL-Sportlern Thomas Tschirner (4. Platz M45), Manfred Grüneberg (5. Platz M65) und Tibor Bodo (3. Platz M40) setzte besonders der 300-Meter-Anstieg in praller Sonne als Wende-Höhepunkt zu.

Noch mehr Berg gab es dann einen Tag später beim 5. Scato-Lauf in Hirschfeld. Der Zauber des koboldhaften Wesens, der den Lauf seinen Namen gab, war bereits auf den unentwegt steigenden Anfangskilometern spürbar. Einmal mehr war es Ina Heller vom SC Hoyerswerda, die feenhaft den schwierigen 5-km-Kurs siegreich meisterte. Für den Lauftreff Lausitz (LTL) belegte Matthias Pilz (M16) den 2. Platz. Mutti Corina (W50) wurde Dritte. Den bergigen Familienausflug der Grünebergs gewann Tochter Cathrin (W30), vor Manfred (M65) und Angela (W60). Während Wolfgang Oehme (4. Platz M70), David Habeck (3. Platz M30) und Stefan Mandrossa (2. Platz M35) leistungsgerecht ins Ziel kamen, hatte besonders Rainer Schlachte (4. Platz M30) mit seiner Fußbehinderung im waldigen und 80 Prozent ansteigenden Gelände zu kämpfen. Für Hoyerswerda über die 11,8-km-Strecke waren die LTL-Sportler André Wolf (7. Platz M35), Thomas Tschirner (4. Platz M45) und Klaus Groß (3. Platz M60) erfolgreich.

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