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Ein neuer Malerstar aus Leipzig?

Gustav Sonntag hat im Sommer sein Diplom gemacht. Nun stellt er in Dresden aus und schon geben sich Käufer und Galeristen bei ihm die Klinke in die Hand.

Von Birgit Grimm
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Gustav Sonntag in seinem Atelier in Leipzig
Gustav Sonntag in seinem Atelier in Leipzig © kairospress

Das Atelier im Leipziger Westen hat kein sanftes Nord- und auch kein Oberlicht. Es hat überhaupt kein Tageslicht, das Künstler zum Malen brauchen oder zumindest gern hätten. Gustav Sonntag klettert aus seiner Wohnung eine steile Hühnerleiter hinauf unters dunkle Spitzdach und schaltet eine Leuchtstoffröhre an. Greller geht’s nicht. Ein paar riesige Leinwände, etwa zweimal drei Meter groß, hängen an der Wand. Ungerahmt und übereinander. Mindestens fünfzehn liegen auf dem Boden. Übereinander in zwei Stapeln. Hier arbeitet Gustav Sonntag. Da kann es schon mal passieren, dass die frische Farbe durchdrückt und das Bild an dem festklebt, was drunter liegt. „Nicht schlimm“, beschwichtigt Sonntag. „Meine Bilder leben.“ Sie sind so lebendig, „dass das Bild einfach was werden will, ja wirklich! Vorgestern habe ich ein Bild angefangen, das wollte Aliens mit drin haben.“ Sonntag ist davon überzeugt, dass es Außerirdische gibt und möchte nun auch die Wunder und die Rätsel der Menschheit in seine Malerei holen. Wie ein Wunder erscheint auch der kometenhafte Start des 28-Jährigen, um den nun schon Galeristen und Geldanleger buhlen.

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