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„Ich hätte lieber eine Fettecke gehabt!“

Die Galeristin Christine Rink erzählt, wie Sie Kunst aus dem Westen in die DDR brachte und wie sie Joseph Beuys und Picasso in Leipzig zeigte.

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Christine Rink im Atelier ihres 2017 verstorbenen Mannes, des Malers Arno Rink.
Christine Rink im Atelier ihres 2017 verstorbenen Mannes, des Malers Arno Rink. © Thomas Kretschel

Von Sarah Alberti

Die Galeristin Christine Rink erzählt im Interview-Projekt „Kunstszene Ost“ von Ausstellungen, die im Koffer über die Grenze reisten, von Joseph Beuys, von Picasso und von den Veränderungen an der Leipziger Hochschule für Grafik und Buchkunst nach 1990.

Frau Rink, Sie waren in der DDR für den Staatlichen Kunsthandel tätig. Ende der 70er-Jahre hat Bernhard Heisig Ihnen die Leitung einer Galerie an der Hochschule für Grafik und Buchkunst (HGB) angeboten. Wie kam es dazu?

Ich habe parallel zum Antiquitätenhandel Kunstgeschichte studiert und gerade an meinem Diplom geschrieben. Bernhard Heisig war der Lehrer meines Mannes. Wir haben uns immer mal auf Festen oder im Atelier getroffen und uns oft über Galerien unterhalten, denn dass ich verkaufen und Kunst einschätzen konnte, hat er gemerkt. Das Problem war, dass es in Leipzig damals kaum Galerien gab. Bernhard fand das nicht gut. Er hat Künstler eingeladen, auch aus dem Westen, die in der Hochschule ausgestellt haben. Dadurch ist die Idee aufgekommen, dass man eine Galerie machen könnte. Ich habe sie mit Heisigs Unterstützung gegründet und 30 Jahre lang geführt. Der Rat des Bezirkes hat die Idee unterstützt. Ich bin die ersten drei, vier Jahre durch diesen finanziert worden.

Im November 1979 eröffneten Sie die Galerie mit Werken von Willi Sitte. War das eine strategische Entscheidung?

Der Mann war Verbandspräsident! Wir haben natürlich überlegt: Ich eröffne eine neue Galerie und ich möchte, dass diese Galerie Erfolg hat. Und den hatte sie ja. Nach Sitte hab ich noch Heisig gezeigt und dann Picasso. Es war immer die Frage: Wie finanzierst du das? Picasso auszustellen, das bedeutet Millionen Versicherungssummen. Bernhard hat mir dann den Sammler Peter Ludwig vorgestellt, der mich als Allererstes fragte: „Sagen Sie mal, was malt denn Ihr Mann gerade?“ Mein Mann hatte gerade die „Italienische Begegnung“ gemalt. Das Bild hing bei uns über dem Sofa und Ludwig hat es sofort gekauft. Er ist dann jedes Mal zu uns gekommen, wenn er hier auf Einkaufstour war. Er war Zeit seines Lebens immer ein sehr charmanter Freund und liebenswerter Gesellschafter. Er war wirklich der Türöffner für meine Ausstellungen, denn Ludwig hat uns Werke aus seinem Besitz geliehen und die Versicherungskosten übernommen. Bei Picasso hat er mich einfach gefragt: „Was möchten Sie denn gern ausstellen?“

Blick in die Ausstellung "Picasso - Letzte grafische Blätter aus der Sammlung Ludwig, Aachen", die vom 9. Mai bis 20. Juni 1980 in Galerie der HGB Leipzig zu sehen war. Im Vordergrund der Maler Bernhard Heisig, der zu jener Zeit Rektor der HGB war.
Blick in die Ausstellung "Picasso - Letzte grafische Blätter aus der Sammlung Ludwig, Aachen", die vom 9. Mai bis 20. Juni 1980 in Galerie der HGB Leipzig zu sehen war. Im Vordergrund der Maler Bernhard Heisig, der zu jener Zeit Rektor der HGB war. © Helfried Strauß


Die Ausstellung hatte 20.000 Besucherinnen und Besucher, die Menschen standen Schlange vor der Hochschule.

Es gab schon früher immer mal ein Blatt von Picasso zu sehen, aber das war die erste umfängliche Picasso-Ausstellung in der DDR. Ich war in allem meiner Zeit voraus! Besonders mit Ausstellungen der Fotografie! Gunter Sander, der Sohn von August Sander, stieg in Köln in den Zug und hatte die Bilder und einen Film im Koffer.

Gerahmt wurde vor Ort in der HGB?

Ja, bis nachts haben die Studenten gesessen und mitgearbeitet. Auch Evelyn Richter, Harald Kirschner, Sieghard Liebe und Helfried Strauß haben mitgemacht. In meinem Raum, einer Art Sekretariat, standen vorn ein Bett und daneben ein Telefon, das an die Alarmanlage angeschlossen war. Die hatten wir uns vom Grassi-Museum geliehen. Wenn etwas gewesen wäre, hätte derjenige, der dort geschlafen hat, die Polizei informiert. Das war bei Ausstellungen mit sehr hohen Versicherungswerten nötig. Das durfte kein Student machen. Die Profs mussten alle ran, jeder musste einmal in der Hochschule schlafen. Heisig fing an.

Schlafen für die Kunst!

Das zeigt die damalige Einstellung zu dieser Galerie. Wir haben ausgestellt, was man sonst nicht hätte zeigen können. 1983 haben wir als Erste in der DDR El Lissitzky gezeigt. Das Puschkin-Museum Moskau hat uns eine Leihgabe gegeben, die „Lenin-Tribüne“ vom Roten Platz, auf rotem Samt. Das war nach 1945 noch nie verliehen worden. Die kam in einer Kiste, die sah aus wie die Fisch-Kiste aus Murmansk. Dazu kam eine Frau, die kein Wort Deutsch konnte. Sie war Angestellte des Museums und hat die ganze Zeit unter diesem Bild gesessen.

Über die Hälfte der Ausstellungen in den 80er-Jahren zeigten Leihgaben aus dem Ausland. Wann sind Sie das erste Mal in den Westen gereist?

Für die Vorbereitung der Picasso-Ausstellung. Ich habe es dreimal beantragt, beim vierten Mal hat es geklappt. Das lag daran, dass in meinem Personalausweis als Berufsbezeichnung „Antiquitätenhändlerin“ stand. Egal, wohin ich wollte, ob nach Polen oder Tschechien: Ich wurde immer rausgezogen und kontrolliert. Bevor ich in die Galerie kam, habe ich meinem Mann und Freunden, die zu Ausstellungen fahren durften, vorgeworfen: „Ihr reist, und ihr erzählt mir, wo das Eis in Venedig am besten schmeckt!“ Das hat mich wütend gemacht. Ich wollte doch nur die Kunst sehen.

Ihr Mann, der Maler Arno Rink, war bereits 1975 das erste Mal in der BRD.

Ja, mein Mann reiste viel. Bis 1988 war es so, dass entweder mein Mann oder ich reisen durften. Nie wir beide zusammen. Nie. 1988 hat Alfred Hrdlicka in Wien eine Ausstellung für meinen Mann gemacht. Da durften wir das erste Mal zusammen hin.

Welche Erfahrungen haben Sie auf den Reisen gemacht?

Zunächst wurde ich hier in unheimlichem Maße kontrolliert. Kaum war ich paar Schritte über die Grenze, da kam der Bundesnachrichtendienst. Einmal habe ich eine Ausstellung von Reiner Schwarz in West-Berlin abgeholt. An der Grenze musste ich jedes Blatt einzeln zeigen. Kaum war ich wieder in der DDR, sagten die Grenzer: „Ach zeigen Sie doch mal!“ Dann habe ich wieder jedes Blatt einzeln präsentiert. Da habe ich mich dann getraut, zu sagen: „Wissen Sie, ich finde es wunderbar, das ist deutsch-deutsche Kunstvermittlung im wahrsten Sinne des Wortes!“ Die haben gegrinst und nichts dazu gesagt. Es ist auch oft so gewesen, dass ich nach der Grenze im Westen auf den Grünstreifen musste und dort vier oder fünf Stunden gestanden habe. Die haben erst einmal alle abgefragt, zu denen ich wollte. Ich habe nie Namen aufgeschrieben, sondern nur Institutionen benannt, weil ich nicht wollte, dass die Leute Schwierigkeiten bekommen.

Haben Sie je überlegt, im Westen zu bleiben?

Wir haben jede Woche einmal überlegt, ob wir weggehen sollen. Mein Mann hat es mir angeboten und gesagt: „Bleib doch! Das ist doch eine andere Welt für dich!“ Einmal saß ich zusammen mit einem großen Kreis mit Leuten vom Lehmbruck-Museum in Duisburg und dem Rheinischen Landesverband. Da habe ich gefragt: „Was haltet ihr davon, wenn ich bleibe?“ Die waren so offen und ehrlich und haben gesagt: „Du bist uns lieb und wert und wir mögen dich. Aber denk immer daran: Du bist dann auch ein Konkurrent!“ Das war aber nicht ausschlaggebend. Ich hatte eine tolle Arbeit. Und ich hatte meine Kinder hier. Ich hätte uns sagenhaft geschadet. Alles in allem war für uns ja vieles möglich. Es wäre ungerecht, das zu negieren. Ich meine, ich konnte 1984 Pop Art in der DDR zeigen! Das hat auch den Künstlern der DDR etwas gebracht. Die haben angestanden, genau wie später bei Joseph Beuys. Da ging es nicht um die Ideologie. Da ging es um das Verhältnis der Künstler der DDR zu ihrer Kunst und der Kunst, die die anderen zeigten. Das, was ich ausgestellt habe, war nicht das, was alle sehen wollten. Aber die Hochschulgalerie war wirklich etwas Besonderes, vor allem in einer Zeit, in der man das nur in anderen Sphären haben konnte. Das ist das große Verdienst. Mein Kunstbegriff hat sich dadurch so kolossal erweitert. Dafür bin ich dankbar. Beuys hier zu zeigen, war eine Sensation. Zu sehen waren vor allem die frühen Werke, Beuys vor Beuys. Manchmal denke ich, ich hätte wirklich lieber eine Fettecke gehabt.

"Amerikanische Pop-Art. Leihgaben von Peter Ludwig, Aachen" holte Christine Rink von Mai bis Juli 1984 in die Galerie der HGB Leipzig.
"Amerikanische Pop-Art. Leihgaben von Peter Ludwig, Aachen" holte Christine Rink von Mai bis Juli 1984 in die Galerie der HGB Leipzig. © Helfried Strauß


Was war Ihr persönliches Ausstellungshighlight in den 80er-Jahren?

Die American Pop-Art. Wer hatte denn schon mal Jasper Jones in der Hand oder Claes Oldenburg oder Roy Lichtenstein? Ich hatte ja keinen Englisch-Unterricht. Als ich die Sache zusammengestellt hatte, da haben die mich im Wallraf-Richartz-Museum in Köln unten in den Keller gesteckt. Dann kam Peter Ludwig und ich habe ihm mein Leid geklagt. Er hat mir dann eine seiner Sekretärinnen geschickt und der habe ich die Dinge diktiert, die ich ausstellen wollte. Ich hatte immer Angst, dass jemand sagen würde: „Hast du die gesehen, das ist die aus dem Osten!“ Das hat sogar auf meinen Kleidungsstil Einfluss genommen.

Wie präsent war dabei die Stasi?

Natürlich hatten wir die Stasi im Haus! In den Jahren 1976 bis Ende 1979 wurde unsere Familie „operativ“ von der Stasi beobachtet, das heißt rund um die Uhr. Jedes Telefonat, jeder Besuch und Kontakt wurde registriert. Wir haben beim Telefonieren immer gesagt: „Und jetzt noch einmal langsam zum Mitschreiben.“ Kurz vor der Beuys-Ausstellung wurde es sehr prägnant. Ich habe damals viele beschäftigt, die Ausreiseanträge hatten.

Indirekt war das eine wichtige Unterstützung.

Ja, weil die nirgendwo mehr eine Anstellung bekamen. Bei uns wurden sie stundenweise bezahlt und haben Aufsicht gemacht. Mein Mann war seit 1987 Rektor an der HGB und es gab noch alle alten Strukturen, Marxismus-Leninismus. Die entsprechenden Professoren sind zu meinem Mann und seinem damaligen Prorektor gegangen und haben gesagt, ich müsse Leute entlassen und vor allem dürfte ich sie zur Eröffnung nicht beschäftigten. Damals waren viele wichtige Leute aus dem Westen da, Klaus Gallwitz, Museumsdirektor aus Frankfurt, die Sammler van der Grinten, Jürgen Wilhelm, Vorsitzender des Rheinischen Landschaftsverbandes, Günther Einert, Minister in NRW, und Peter Betthausen, der Direktor der Nationalgalerie Berlin. Die Stasi hatte Angst, dass denen irgendwelche Zettel in die Tasche geschoben oder die angesprochen wurden. Ich habe gesagt: „Warum soll ich jemanden entlassen? Die haben ihren Ausreiseantrag offiziell gestellt.“ Das hat mein Mann dann vertreten. Ich bin der Meinung, manchmal hätten viel mehr Leute „zivilen Ungehorsam“ haben müssen und sagen können: „Nein! Das mache ich nicht!“ Dann wäre auch manches anders gelaufen.

Bot die HGB Ihnen einen gewissen Schutzraum für Ihr Arbeits- und Privatleben?

Ja. Ich habe immer gesagt, dass es eine Art Oase war. Das war nicht nur für die Professoren, sondern auch für die Studenten ganz wichtig. Wenn die bei den Demos am 1. Mai festgenommen wurden, hat mein Mann sie wieder rausgeholt. Mein Mann hat in seinem Tagebuch unter der Eröffnungsrede für Beuys notiert: „Ich bin durch meine Position als Künstler vor Übergriffen geschützt.“

Ihr Mann war der einzige Rektor einer Hochschule im Osten Deutschlands, der nach der Wende im Amt bestätigt wurde. Wie haben Sie diese Zeit erlebt?

Es wurden Leute entlassen und es wurde vieles evaluiert. Das betraf auch hervorragende Künstler und Dozenten, die das falsche Parteibuch hatten. Das hat meinen Mann sehr beschäftigt. Arno ist in Dresden mehrfach befragt worden. Da ist damals die halbe Hochschule mitgefahren, um zu zeigen: Der nicht! Und unser Garten saß voll mit Kollegen von westdeutschen Kunsthochschulen, die Veränderungen in der Lehre vorschlugen und sagten: „Ihr müsst dies machen, ihr müsst das machen!“

Hatten Sie diese Leute eingeladen?

Sie kamen zum Teil ohne Einladung! Es kamen auch Eingeladene, aber letztlich haben sie alle gesagt: „Das, was ihr bis jetzt gemacht habt, ist nicht zeitgemäß!“ oder „Das ist keine Kunst!“ Mein Mann hat mit seinen Kollegen gesprochen und sie befragt: „Was machen wir? Wie wollen wir uns verändern? Wollen wir uns überhaupt verändern?“

Im Mai und Juni 1990 war in der HGB-Galerie die Ausstellung "Helmut Newton - Fotografien" zu sehen. In der Mitte Helmut Newton und Christine Rink.
Im Mai und Juni 1990 war in der HGB-Galerie die Ausstellung "Helmut Newton - Fotografien" zu sehen. In der Mitte Helmut Newton und Christine Rink. © Helfried Strauß


In der Folge gab es ab 1993 die Fachrichtung Medienkunst. War dies eine direkte Reaktion auf die Wiedervereinigung?

Die Pläne dafür gab es schon vor 1990. Die neuen Medien waren ja in unseren Ausstellungen schon präsent. Wenn ich Beuys oder Vostell zeige, dann muss man sich mit solchen Dingen auseinandersetzen. Aber mein Mann hat auch gesagt: „Ich fange jetzt nicht als Trittbrettfahrer an, Informell zu unterrichten oder nur noch non-figurativ oder nur noch Video.“ Wir sind die einzige Hochschule gewesen, die noch im figurativen Bereich gearbeitet hat. Es gab Anrufe von Studierenden aus Kanada und anderen Regionen, welche nach Leipzig kommen wollten, um Malerei zu studieren. Was soll man verändern, wenn man ein Erfolgsrezept hat?

Konnte Arno Rink dieses Interesse und auch den späteren Erfolg seiner Studierenden als Bestätigung der Richtigkeit seiner Entscheidung wahrnehmen?

Ja, absolut. Neo Rauch hatte Ende des Jahrtausends dann seinen Hype. Tim Eitel, Christoph Ruckhäberle – das sind ja alles Rink-Schüler. Im Kreis seiner Studierenden hat er sich sehr wohlgefühlt. Aber er war es leid, immer nur als Lehrer gefragt zu werden. Er hat in dieser Zeit wunderbare Bilder gemalt und musste nun über alle anderen Auskunft geben. Er und auch seine Studenten waren felsenfest davon überzeugt, dass das, was sie von ihm gelehrt bekommen, das Richtige ist. Daran hat er nie gezweifelt, nie. Aber er hat daran gezweifelt, ob er an der Schule immer die richtigen Leute inthronisiert hat.

Wie ging es nach 1990 für Sie weiter? Nun standen Sie in direkter Konkurrenz zum Westen, auch mit der Galerie.

Da nun jeder in den Westen reisen konnte, war das eine schwierige Zeit. Die Galerie ist quasi aus der Zeit gefallen. Nach 1990 habe ich Sachen gemacht, die viele andere im Osten nicht gemacht haben, obwohl sie jetzt die Möglichkeit gehabt hätten. Ich habe Helmut Newton, Cindy Sherman und Nam June Paik ausgestellt, auch Wolf Vostell, einen der Pioniere der Videokunst. Ich habe die neuen Professoren an der HGB mit ihrem Werk vorgestellt. Einen nach dem anderen. Oder „Kunststudenten stellen aus“, mit Werken aus allen Kunsthochschulen Deutschlands. Ab 2000 wurde die Galerie umgebaut und ist Opfer der Kulturwissenschaft geworden. Ich habe dann noch andere Sachen gemacht, etwa viele Ausstellungen für die Kunsthalle der Sparkasse, und Sammlungen für Industrieunternehmen aufgebaut.

Sind die guten Beziehungen zu den Freunden im Westen auch nach 1990 geblieben? Absolut. Alle waren zur Beerdigung meines Mannes und auch im Jahr darauf zu seiner Ausstellung im Museum der bildenden Künste hier. Helmut Newton war Zeit seines Lebens einer meiner besten Freunde.

Biografisches

Christine Rink wurde 1945 in Leipzig geboren. Sie machte ihren Facharbeiter als Landwirt für Pferdezucht und als Apothekenhelferin, bevor sie von 1966 bis 1979 als Antiquitäten- und Kunsthändlerin im Staatlichen Kunsthandel der DDR in Leipzig tätig war.

Parallel studierte sie Kunstgeschichte und Kunstwissenschaften an der Karl-Marx-Universität Leipzig. Sie ist Gründungsmitglied der Galerie der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig (HGB) und hat diese von 1979 bis 2010 geleitet. Rink war mit dem Maler Arno Rink (1940-2017) verheiratet, der an der HGB als Professor und später als Rektor tätig war.