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Vergewaltigung in Leipzig: Tatverdächtiger in Spanien festgenommen

Im Januar wird eine 20-Jährige in Leipzig-Eutritzsch vergewaltigt. Über drei Monate später wird ein dringend tatverdächtiger Lette in Spanien festgenommen.

Von Erik-Holm Langhof
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Bei einer Polizeikontrolle in Spanien wurde ein mutmaßlicher Vergewaltiger aus Leipzig festgenommen.
Bei einer Polizeikontrolle in Spanien wurde ein mutmaßlicher Vergewaltiger aus Leipzig festgenommen. © Isaac Buj/EUROPA PRESS/dpa (Symbolfoto)

Leipzig. Nach der Vergewaltigung einer 20-Jährigen Ende Januar dieses Jahres im Leipziger Stadtteil Eutritzsch konnten Polizisten in Spanien den 34-jährigen lettischen Tatverdächtigen festnehmen.

Wie die Staatsanwaltschaft und die Polizei Leipzig am Dienstag mitteilen, kontrollierten spanischen Beamte den 34-Jährige in Valencia und stellten dabei fest, dass gegen ihn ein europäischer Haftbefehl vorlag. "Der Beschuldigte wurde verhaftet und zwischenzeitlich nach Deutschland überführt", so die deutschen Ermittler.

Bereits bei den Ermittlungen kurz nach der Tat stellte sich ein dringender Tatverdacht gegen den lettischen Staatsangehörigen heraus. Dieser hatte zum Tatzeitpunkt in Leipzig ein Arbeitsverhältnis.

"Im Ergebnis umfangreicher kriminalpolizeilicher und staatsanwaltschaftlicher Ermittlungen konnte über die richterlich angeordnete Erhebung von Funkzellendaten vom Tattag und deren Auswertung eine mutmaßlich dem Mobiltelefon des Tatverdächtigen zuzuordnende Telefonnummer festgestellt werden", teilen die Leipziger Behörden mit. "Über die nachfolgende Inhaberfeststellung zu dem Mobiltelefon konnte der Beschuldigte als Tatverdächtiger namentlich bekannt gemacht werden."

"Ergebnis erfolgreicher europaweiter Zusammenarbeit"

Weiterhin stellten die Ermittler fest, dass der 34-Jährige bereits in Lettland einschlägig vorbestraft ist und dort bereits eine mehrjährige Haftstrafe verbüßt hat. "Über ein in Lettland einliegendes DNA-Muster des Beschuldigten erfolgte ein Abgleich mit den in Leipzig gesicherten Spuren", erklären die deutschen Polizisten. In einem Gutachten sei schließlich eine Übereinstimmung festgestellt worden.

Die Staatsanwaltschaft Leipzig stellte daraufhin aufgrund des dringenden Tatverdachts einen europäischen Haftbefehl gegen den Letten aus, der schließlich zur Festnahme in Spanien führte.

Die Ermittlungen in Hinblick auf die Tat und den Verdächtigen dauern weiterhin an. Nach Angaben der Ermittlungsbehörden sollen sie jedoch weiterhin mit Vorrang geführt werden.

"Die schreckliche Tat Ende Januar hat uns alle betroffen gemacht. Ich bin stolz auf meine Ermittlerinnen und Ermittlern, die mit einem sehr hohem persönlichen Aufwand den Tatverdächtigen ermittelten und damit für Aufklärung sorgen", so der Leipziger Polizeipräsident René Demmler.

Die Staatsanwaltschaft sowie die Polizei sehen die Ermittlungen und Festnahme als "das Ergebnis einer erfolgreichen und bewährten intensiven europaweiten Zusammenarbeit der Strafverfolgungsbehörden auf polizeilicher und justizieller Ebene". (dpa)