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Leipziger Firma kauft Haus von Gemeinde

Die beiden leerstehenden Wohnungen werden saniert. Der neue Eigentümer will selbst nicht selbst einziehen.

© Archiv/Dietmar Thomas

Von Sylvia Jentzsch

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Ostrau. Das Haus Nummer 15 auf der Rittmitzer Straße in Kattnitz soll einen neuen Eigentümer bekommen. Dass das Grundstück und das Haus verkauft werden sollen, haben die Gemeinderäte bereits im Dezember beschlossen. „Es haben sich mehrere Interessenten gemeldet. Es waren überwiegend Makler, die Kaufwillige vermitteln wollten“, sagte Bürgermeister Dirk Schilling (CDU). Mit der Wohnwerk Leipzig, vertreten durch den Geschäftsführer Philip Wertheimer, wurde das Haus besichtigt. „Herr Wertheimer hat sein Kaufinteresse der Gemeinde gegenüber schriftlich bekundet. Erwerben will er es zum Wert von 120 700 Euro so wie im Schätzgutachten festgelegt“, sagte der Bürgermeister. Philip Wertheim will selbst nicht in dem Gebäude wohnen. Die Räte stimmten den Verkauf an die Wohnwerk Leipzig zu. Allerdings soll eine sogenannte Mehrerlösklausel im Kaufvertrag stehen. Das heißt, wenn das Gebäude innerhalb von zehn Jahren gewinnbringend weiterverkauft wird, profitiert auch die Gemeinde.

In das Gebäude wurde in den letzten Jahren nicht investiert, nur notwendige Reparaturen durchgeführt, so Schilling. Lediglich der Bau der vollbiologischen Kläranlage musste realisiert werden.

Laut dem Gutachten sei ein Investitionsstau von 72 000 Euro vom Sachverständigenbüro Zemmrich festgestellt worden. Das Grundstück hat eine Fläche von 1 330 Quadratmetern, auf dem sich das Wohngebäude, ein Nebengebäude, Pkw-Stellflächen und eine Privatgarage befinden.

Dirk Schilling hatte den Mietern und Pächtern zugesichert, dass der Kaufvertrag so gestaltet wird, dass die vertraglichen Verpflichtungen übernommen werden. Der Käufer habe das zugesichert. Selbst die Wohnungsverwaltung soll weiterhin bei der TLG-Immobilienverwaltung bleiben, so Schilling. „Wir werden die zwei leerstehenden Wohnungen im Erdgeschoss renovieren und damit für neue Mieter attraktiv gestalten sowie die Sanierung der Gemeinschaftsbereiche vorantreiben“, sagte Philip Wertheimer gegenüber dem DA.

Die Räte hatten dem Verkauf zugestimmt, weil es keine Pflichtaufgabe der Gemeinde ist, kommunale Wohnungen vorzuhalten. „Wir wollen uns von Einzelobjekten trennen und uns auf die Neubauten an der Oschatzer Straße konzentrieren“ sagte der Bürgermeister. Das durch den Verkauf eingenommene Geld soll dann auch in diese Gebäude investiert werden. „Da gibt es einiges zu tun. Ich denke da an die Sanierung der Fassaden und den Anbau von Balkonen“, sagte Schilling.