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Letzte Bauplätze im Gut Stiebitz

Drei Jahre nach Erschließung sind in dem Wohngebiet fast alle Grundstücke vergeben. Auch für die alte Fasanerie hat sich ein Eigentümer gefunden.

© Uwe Soeder

Von Marleen Hollenbach

Bautzen. Das Gutsgelände in Stiebitz hat sich verändert. Vor drei Jahren wurde es erschlossen, damit in dem Bautzener Stadtteil Eigenheime gebaut werden können. Seitdem ist viel passiert. Ein Haus nach dem anderen kam hinzu. Tobias Richter von der Firma Hornig Immobilien ist mit der Entwicklung sehr zufrieden. „Die Vermarktung verlief recht erfolgreich“, sagt er. Das bedeutet übersetzt: Von den 23 Baugrundstücken im Wohngebiet konnte der Makler fast alle verkaufen. Nur noch zwei Flächen sind jetzt noch übrig.

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Und auch für diese freien Grundstücke werden sich schon bald Käufer finden, ist sich der Makler sicher. Tobias Richter erzählt, dass vor allem viele Familien in das Wohngebiet gezogen sind. Die Vorteile haben sie überzeugt. Das Wohngebiet liegt im Grünen. Gleichzeitig erreicht man schnell die Innenstadt von Bautzen oder die Autobahn. Außerdem können die Häuslebauer dort jeden Haustyp errichten, den sie wollen. Von einem futuristischen Glashaus bis zu einer kleinen Almhütte ist eigentlich alles denkbar. Schaut man über das Wohngebiet, dann fällt auf: Bungalows sind bei den Bauherren besonders beliebt. Aber auch zweigeschossige Häuser stehen mittlerweile in Stiebitz.

Froh ist Richter auch darüber, dass sich ein Käufer für die alte Fasanerie gefunden hat. Das 1924 errichtete Gebäude diente zu DDR-Zeiten der Nutzgeflügelhaltung und steht unter Denkmalschutz. Der neue Eigentümer hat schon mit der Sanierung begonnen und das Gebäude einrüsten lassen. Viel darf der Makler nicht verraten. Tobias Richter erzählt, dass es sich bei dem Käufer um einen Ortsansässigen handelt, einem Liebhaber, der die Fasanerie für seine Zwecke ausbauen will.

Bauboom in Bautzen

Noch keinen Plan gibt es hingegen für die Scheune, die sich ebenfalls auf dem Gelände befindet. Ursprünglich wollte der Makler sie ausbauen. Vier Reihenhäuser sollten dort entstehen. „Doch dieser Gedanke wird von uns nicht mehr fokussiert“, erklärt er. Tobias Richter geht davon aus, dass er die Fläche im Ganzen verkaufen kann. Möglich wäre, dass der Eigentümer den Rohbau der Scheune nutzt. Es ist aber auch denkbar, dass das Bauwerk abgerissen und durch ein neues Haus ersetzt wird.

Dass es nur noch wenig freie Flächen gibt, freut den Makler. Es zeigt aber auch: Die Nachfrage nach Bauland ist groß, das Angebot knapp. Für Familien wird die Suche nach einem Grundstück schwieriger. Weil das auch die Bauunternehmer wissen, erschließen sie in Bautzen neue Flächen. In diesem Jahr entstehen gleich zwei Wohngebiete. Westlich der Herrenteichsiedlung an der Neustädter Straße ist Platz für bis zu zehn neue Häuschen. Am Spittelwiesenweg sind bislang 20 Grundstücke erschlossen. Weitere sechs kommen in diesem Jahr noch hinzu.