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Lindenholz für Hohnsteins Kasperpuppen

Die morsche Linde am Markt ist gefallen. Doch ein Teil ihres Holzes wird der Nachwelt erhalten bleiben.

© Archivfoto: Ronald Bonß

Von Anja Weber

Hohnstein. Hohnsteins Marktlinde war tatsächlich nicht mehr zu retten. Das zeigen die übrig gebliebenen Reste. Der dicke Stamm war fast komplett ausgehöhlt. Auch der verbliebene Holzring war im Inneren bereits morsch und von Pilzen befallen. Die Fällung des Baumes am Marktplatz sei deshalb die richtige Entscheidung gewesen, heißt es aus dem Bauamt. Und wie jetzt bekannt wurde, wird ein Teil des Holzes dennoch der Nachwelt erhalten bleiben können. Zwei starke Stammabschnitte wurden dem Hohnsteiner Wolfgang Berger übergeben. Dieser wird aus dem Holz einiger seine Hohnsteiner Handspielpuppen herstellen. Denn Lindenholz eignet sich zum Schnitzen sehr gut. Die Idee dazu hatte übrigens Einwohner Heinz Döring. Als in der öffentlichen Ortschaftsratssitzung über die Zukunft der Linde entschieden wurde, hatte er die Idee, dass aus dem Holz doch neue Puppenköpfe geschnitzt werden könnten. Die Stadtverwaltung hat die Idee aufgegriffen, und so wird ein Teil der Linde noch für lange Zeit erhalten bleiben. Darüber hinaus lässt die Stadt an gleicher Stelle wieder eine Winterlinde pflanzen. Dazu werden die jetzt Angebote eingeholt. Doch auch mit den Resten der alten Linde gibt es noch eine Menge Arbeit. Die Mitarbeiter des Bauhofes müssen den riesigen Wurzelstock roden und entsorgen.

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