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Linke benennen Straßen um

Pieschen, Neustadt, Johannstadt – in mehreren Stadtteilen tragen Straßen und Plätze plötzlich andere Namen. Was steckt dahinter?

© PR

Dresden. Eine sich selbst als „Offenes Antifa Plenum“ (OAP) bezeichnende Gruppe hat am Sonntagabend Straßen und Plätze in Dresden umbenannt.

Insgesamt zehn Orte tragen nun zumindest temporär die Namen der Opfer des rechtsextremen Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU). So heißt die Nicolaistraße in Johannstadt plötzlich Süleyman-Tasköprü-Straße, die Barbarastraße in Pieschen wurde nach Ismail Yasar benannt.

Diese Straßen wurden umbenannt

Aus dem Schillerplatz wurde die Mehmet Kubasik -Straße.
Aus dem Schillerplatz wurde die Mehmet Kubasik -Straße.
Die Barbarastraße heißt nun Ismail Yasar Str.
Die Barbarastraße heißt nun Ismail Yasar Str.
Aus der Adlergasse wurde die Mehmet Turgut Straße
Aus der Adlergasse wurde die Mehmet Turgut Straße
Die Martin-Luther-Straße trägt nun den Namen Theodoros Boulgarides.
Die Martin-Luther-Straße trägt nun den Namen Theodoros Boulgarides.
Die Michèle Kiesewetter-Straße heißt eigentlich George-Bähr-Straße.
Die Michèle Kiesewetter-Straße heißt eigentlich George-Bähr-Straße.
Aus der Gröbelstraße wurde die Enver Simsek-Straße.
Aus der Gröbelstraße wurde die Enver Simsek-Straße.
Auch der  Lennéplatz wurde umbenannt - in Habil Kiliç -Straße.
Auch der Lennéplatz wurde umbenannt - in Habil Kiliç -Straße.
Die Weiße Gasse trägt nun den Namen Halit Yozgats.
Die Weiße Gasse trägt nun den Namen Halit Yozgats.
Die Schneebergstraße wurde nach Abdurrahim Özüdogru benannt.
Die Schneebergstraße wurde nach Abdurrahim Özüdogru benannt.
Aus der Nicolaistraße wurde die Süleyman Tasköprü -Str.
Aus der Nicolaistraße wurde die Süleyman Tasköprü -Str.

Die linke Gruppierung will mit der Aktion darauf hinweisen, dass aus ihrer Sicht auch nach dem für das Frühjahr erwarteten Urteil im NSU-Prozess die Aufklärung der Mordserie nicht abgeschlossen sein kann. Schließlich sei die Rolle zahlreicher NSU-Unterstützer und auch die der V-Leute des Verfassungsschutzes nach wie vor ungeklärt. Gleichzeitig wolle die OAP mit der Straßenumbenennung den NSU-Opfern gedenken, hieß es.

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Für die Polizei ist die Aktion aktuell noch kein Thema, die Beamten verwiesen an die Stadtverwaltung. Dort hieß es, dass das Straßen- und Tiefbauamt noch prüfe, wo überall Straßenschilder überklebt wurden. Amtsleiter Reinhard Koettnitz kündigte allerdings an, gegen die unbekannten Täter Strafanzeige zu erstatten. (mja)