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Tschechischer Laster stürzt bei Döbeln von Brücke

Der Unglücksfahrer überlebte nicht. Er war offenbar auf das Fahrzeug einer Reparaturfirma geprallt.

Der tschechische Laster ist quer über der S 32 zwischen Pommlitz und Simselwitz liegengeblieben, nachdem er die Leitplanke durchbrochen und von der Autobahnbrücke gestürzt war. Der Fahrer wurde dabei getötet. © Dietmar Thomas

Döbeln. Es war ein schlimmer Anblick, der sich den Rettungskräften und der Polizei am Montag bot. Kurz vor 14 Uhr war ein tschechischer Laster zwischen Döbeln Ost und Döbeln Nord durch die Leitplanke der A 14 gebrochen, von einer Brücke gestürzt und quer über der Landstraße zwischen Pommlitz und Simselwitz liegengeblieben.

Für den tschechischen Fahrer kam jede Hilfe zu spät. Die Zugmaschine des Gespanns fing kurz nach dem Aufprall an zu brennen. Nach Angaben der Polizei hatten einige Lkw-Fahrer auf der Autobahn gehalten, um mit Feuerlöschern zu helfen. Die Ladung, tonnenweise haltbare Magermilch aus einer tschechischen Molkerei, lag über die Fahrbahn verstreut.

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Bis zum Abend gab es von der Polizei noch nicht viele Informationen zum Unfallhergang. Auf der Autobahn stand ein schwer beschädigter Iveco-Kleinlaster einer Firma aus dem Landkreis Westerwald in Rheinland-Pfalz, auf den der tschechische Laster offenbar aufgeprallt war, bevor er die Brücke hinunterstürzte. 

Im Auftrag der Autobahnmeisterei sollte die Firma eine beschädigte Leitplanke an der Autobahn reparieren, sagte Isabel Siebert, Sprecherin des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr. 

Ein Mitarbeiter der Firma, der offenbar in dem Sicherungsfahrzeug saß, wurde bei dem Unfall verletzt und vom Rettungsdienst ins Krankenhaus geschafft. Der Verkehr auf der A 14 war in Richtung Leipzig gesperrt und wurde nach dem Säubern der Fahrbahn nach 18 Uhr wieder auf einer Fahrspur freigegeben.

Die Feuerwehr war mit einem Großaufgebot im Einsatz. Kurze Zeit nach dem Unfall waren 30 Leute mit acht Fahrzeugen aus Döbeln, Limmritz, Mochau und Mockritz vor Ort. Die Einsatzkräfte löschten das Feuer und sicherten die Unfallstelle ab. 

Die Feuerwehr barg am Nachmittag auch den Toten aus dem völlig zusammengequetschten Führerhaus, das dafür erst mit einem Kran auseinandergezogen werden musste. „Es hat eine Zeit gedauert, bis die Bestatter da waren“, sagte Havariekommissar Dieter Leonhardt. Erst danach konnte die Firma Autoservice Hübler mit dem Bergen des Lasters beginnen. 

Mit schwerer Technik wurde er erst aufgerichtet, herumgezogen und danach abtransportiert. „Wir müssen auch noch die Straße reinigen. Die restlichen Aufräumungsarbeiten erledigen wir am Dienstag“, sagte Romy Berndt vom Autoservice Hübler.

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