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Wie den Obercunnersdorfern 1984 bewusst wurde, dass ihre Häuser Schätze sind

Heute vor 40 Jahren wurde Obercunnersdorf vom UNO-Denkmalrat ICOMOS besucht. Die Umgebindehäuser sorgten für Verblüffung und Staunen. Viele Bewohner hatten sie zuvor aufgehübscht.

Von Bernd Dreßler
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Mit mehreren Bussen reisten die UNO-Denkmalexperten am 15. Mai 1984 in Obercunnersdorf an
Mit mehreren Bussen reisten die UNO-Denkmalexperten am 15. Mai 1984 in Obercunnersdorf an © SZ-Archiv

Postwurfsendungen – heutzutage wandern sie meist ungelesen in die Papiertonne. Das rote A-5-Blatt, das 1983 mit der Überschrift „Das geht uns alle an!“ die Obercunnersdorfer Haushalte erreichte, verschwand dagegen nicht in der Versenkung. Unterzeichnet von Rat der Gemeinde, Kulturbund-Ortsgruppe (heute Heimatbund) und Ortsausschuss der Nationalen Front stimmte es die Einwohner auf nicht alltägliche Besucher ein. Die Obercunnersdorfer kreuzten sich den 15. Mai 1984 dick im Kalender an, denn da sollten sie kommen, rund 150 Teilnehmer einer Generalversammlung des Internationalen Rates für Denkmale und Denkmalbereiche, kurz ICOMOS. Vom 12. bis 17. Mai tagte diese UNO-Unterorganisation in Rostock und Dresden. Zur Beratung der 600 Experten aus 40 Ländern gehörten Exkursionen. Eine davon führte nach Obercunnersdorf.

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