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Der Berzdorfer See hat jetzt vier Boots-Haltestellen

Mit dem Steg in Deutsch Ossig sind nun alle vier Anlegestellen so ausgerüstet, dass alle Bootstypen anlegen können. Die Schlussrechnung steht aber noch aus.

Von Anja Beutler
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Auch der Anlegesteg in Deutsch Ossig ist nun so umgebaut, dass große und kleine Boote problemlos anlegen können. Der Untergrund hatte an dieser Stelle des Sees Probleme gemacht.
Auch der Anlegesteg in Deutsch Ossig ist nun so umgebaut, dass große und kleine Boote problemlos anlegen können. Der Untergrund hatte an dieser Stelle des Sees Probleme gemacht. © Christian Hänel

Mit der offiziellen Bauabnahme in Deutsch Ossig ist der Umbau aller vier Anlegestege am Berzdorfer See abgeschlossen. Das teilte Schönau-Berzdorfs Bürgermeister Christian Hänel (parteilos) an diesem Donnerstag mit. Die Gemeinde hatte sich an die Spitze des Vorhabens gesetzt und die Arbeiten koordiniert. Grund dafür ist zum einen der Segelstützpunkt an der Blauen Lagune, der von der Anlegemöglichkeit profitiert. Zum anderen hat die Gemeinde auch ein Interesse daran, dass der Bernstädter Investor Stefan Gläsel mit seinem Fahrgastschiff die Stege künftig nutzen könnte.

Die Stege am Berzdorfer See waren im Zusammenhang mit der Flutung des Sees 2010 von der LMBV errichtet worden. Allerdings war ein gefahr- und problemloses Anlegen von kleineren und größeren Booten im Ursprungszustand nicht möglich. Deshalb hatte vor allem Schönau-Berzdorf seit sechs Jahren dafür gearbeitet, dass durch weitere Anbauten die Stege für Wasserfahrzeuge aller Größen nutzbar werden. Nach mehrfacher Verschiebung starteten die Bauarbeiten in diesem Frühjahr.

Wie hoch die Kosten insgesamt sind, ist derzeit noch nicht abschließend errechnet. Hänel geht davon aus, dass die nötigen Rechnungen in etwa zwei Wochen vorliegen. Der Umbau wird mit einer 90-prozentigen Förderung umgesetzt, für die nötigen Eigenanteile kommen die See-Anrainer Görlitz, Markersdorf und Schönau-Berzdorf selbst auf. Für den Umbau der Stege waren zunächst 1,6 Millionen Euro veranschlagt worden. Durch zusätzliche Aufwendungen beim Bau - unter anderem für den Einsatz eines Krans und Probleme beim Rammen der Dalben vor allem in Deutsch Ossig - wird diese Summe nicht zu halten sein. Die zusätzlichen Arbeiten brachten zudem eine zeitliche Verzögerung mit sich - eigentlich war der Abschluss der Arbeiten für den Sommer geplant.