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Äpfel satt für Beiersdorfs Kinder

Familien aus dem Ort haben jetzt gemeinsam 60 Obstbäume gepflanzt. Die Kinder werden sich um die Streuobstwiese kümmern - und davon profitieren.

Der Beiersdorfer Bürgermeister Hagen Kettmann, Anja Nixdorf-Munkwitz und Anke Knaak (von links) von "Slow Food Lausitz" bei der Pflanzaktion in Beiersdorf.
Der Beiersdorfer Bürgermeister Hagen Kettmann, Anja Nixdorf-Munkwitz und Anke Knaak (von links) von "Slow Food Lausitz" bei der Pflanzaktion in Beiersdorf. © Matthias Weber

Das wird eine gesunde Sache: wenn die Mädchen und Jungen der Beiersdorfer Kita in der nächsten Zeit gemeinsam größere Anlässe feiern, ist für Getränke gesorgt. Saft von eigenen Äpfel aus dem Ort wird dann auf dem Tisch stehen. Denn Beiersdorf hat jetzt eine eigene, öffentliche Streuobstwiese - die Kinder haben die Patenschaft übernommen, können künftig das Obst ernten. Das wird dann in der Kelterei Kekila in Lauba verarbeitet. "Wir haben dort ein Lohnobst-Konto für die Kita angelegt", erzählt Bürgermeister Hagen Kettmann (parteilos). "Über 600 Liter Saft sind da jetzt schon hinterlegt." Denn die Bauhofleute haben schon andere öffentliche Bäume im Ort abgeerntet und das Obst bei Kekila abgeerntet. 

Künftig werden das die Beiersdorfer Kinder auf der neuen Streuostwiese selbst tun, wenn die neu gepflanzten Obstbäume gut gedeihen. Gepflanzt haben sie jetzt die Beiersdorfer selbst. Noch kurz vor dem neuerlichen Lockdown haben sie sich zu einer großen Pflanzaktion getroffen. Die Idee zum Projekt Streuobstwiese ging Bürgermeister Kettmann schon im Frühjahr an. Dann kam der erste Corona-Lockdown dazwischen. In der Zwischenzeit hat er alles Organisatorische geregelt. So musste Geld für die Anschaffung der Bäume über das Leader-Programm für Kleinprojekteförderung beantragt werden. 3.000 Euro hat Beiersdorf dafür bekommen. Die über 60 Obstbäume hat dann die Leutersdorfer Baumschule geliefert. "Zur Pflanzaktion waren viele Kinder mit ihren Eltern oder Großeltern da", erzählt Bürgermeister Kettmann.

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Unterstützt hat das Pflanz-Projekt auch die Organisation "Slow Food Lausitz". Deren Mitstreitern geht es vor allem um regionale Nachhaltigkeit. Und genau darauf zielt auch Hagen Kettmann ab. Die Kinder sollen sich mit der Natur und ihren Kreisläufen beschäftigen. "Slow Food Lausitz" spendierte zwei Nelkenapfelbäume, eine alte Apfelsorte, für die Beiersdorfer Streuobstwiese. Die liegt mitten im Ort und nahe an Kindergarten und Schule, sodass die Kinder künftig kurze Wege haben zu "ihren" Bäumen. Ein Bauhofmitarbeiter leitet in der Grundschule zudem das GTA-Angebot Schulgarten. "Da kann die Streuobstwiese gut mit eingebunden werden", so der Bürgermeister. "Und die Jugendfeuerwehr kann ihre Wasserübungen gleich dort auf der Wiese machen, da sparen wir das Gießwasser." 

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