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Im Suff in den Graben und Helfer beschimpft

Wegen einer Trunkenheitsfahrt in Herrnhut hat das Amtsgericht Zittau einen Tschechen zu Haft verurteilt - aber der will nicht ins Gefängnis.

Symbolbild
Symbolbild © Sven Ellger

Das Landgericht Görlitz verhandelt am heutigen Mittwoch, 11. August ab 9.30 Uhr gegen einen 43-jährigen Tschechen, dem im Suff nicht nur sein Auto im Graben landete, sondern im Anschluss auch noch die guten Manieren entglitten. Er will nicht in Haft.

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Nach den Feststellungen des Amtsgerichts Zittau war der Mann am 2. April 2020 mit rund 3,0 Promille Alkohol im Blut in Herrnhut mit seinem Pkw Golf in den Graben gefahren. Zur Unfallstelle geeilte Feuerwehr- und Polizeibedienstete soll er beleidigt (unter anderem als „Faschisten“, „Nazis“ - und auch sexistische Beleidigungen fielen) haben. Außerdem habe er versucht, die Einsatzkräfte zu schlagen. Die Polizei war von einem Dritten angerufen worden, dem der unsichere Fahrstil des Angeklagten aufgefallen war. Erschwerend kam hinzu, dass der bereits vorbestrafte Mann diese Trunkenheitsfahrt unternahm, während er wegen einer anderen Straftat unter Bewährung stand. Das Gericht hatte ihn deshalb im Oktober 2020 wegen Gefährdung des Straßenverkehrs, tätlichem Angriffs auf Vollstreckungsbeamte, versuchter Körperverletzung und Beleidigung zu einer Gesamtstrafe von einem Jahr verurteilt - ohne Bewährung. Zugleich wurde ihm die Fahrerlaubnis für vier Jahre entzogen.

Gegen dieses Urteil richtet sich nun die Berufung durch den Angeklagten. Der hat sich bisher dahin eingelassen, sich an nichts zu erinnern.

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