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Baustart für neues Feuerwehrhaus

Die Neugersdorfer Brandschützer bekommen ein neues Depot und haben künftig mehr als doppelt so viel Platz.

Erster Spatenstich für ein neues Feuerwehrgerätehaus in Neugersdorf: Ortswehrleiter Torsten Kriegel, Matthias Lachmann, Stadtwehrleiter Thomas Kriegel und Architekt Jan Bollrich (von links).
Erster Spatenstich für ein neues Feuerwehrgerätehaus in Neugersdorf: Ortswehrleiter Torsten Kriegel, Matthias Lachmann, Stadtwehrleiter Thomas Kriegel und Architekt Jan Bollrich (von links). © Matthias Weber

Auch nach fast 20 Jahren im Amt als Bürgermeisterin hat es jetzt für Verena Hergenröder  tatsächlich noch eine Premiere gegeben. "Einen Spatenstich hatte ich noch nie", sagte die Rathauschefin von Ebersbach-Neugersdorf jetzt beim Baustart für das neue Feuerwehrhaus im Ortsteil Neugersdorf. Mit dem symbolischen ersten Spatenstich feierten die Feuerwehrkameraden und Bauleute den Beginn des Großprojekts. 

Nach jahrelangen Überlegungen und Plänen kann es nun endlich losgehen. Dass das alte Feuerwehrhaus nicht mehr zeitgemäß ist und ersetzt werden muss, war schon lange klar. Seit Anfang der 1970er Jahre ist die Neugersdorfer Feuerwehr an dem Standort. Die Fahrzeuggaragen sind inzwischen viel zu eng für die modernen Feuerwehrautos. Im Gebäude selbst gibt's immer wieder Probleme mit Feuchtigkeit. Das sind nur zwei der vielen Probleme. Zunächst war auch der Standort ein Diskussionsthema gewesen. Er musste so gewählt werden, dass alle Ecken des Ortsteils in kürzester Zeit erreichbar sind. Die Wahl fiel auf die freie Fläche unterhalb des jetzigen Depots an der Hohen Straße

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Hier entsteht nun das neue Gebäude mit rund 1.400 Quadratmetern Nutzfläche. Zum Vergleich: Jetzt im alten Haus sind es rund 600 Quadratmeter. Sechs Stellplätze für Einsatzfahrzeuge wird es künftig geben. Dazu Schulungsräume und Umkleiden, eine Einsatzzentrale. Die Jugendfeuerwehr bekommt auch einen eigenen Raum, erklärt Stadtwehrleiter Thomas Kriegel die Pläne.  

Der zweigeschossige Flachbau für die Feuerwehr ist eines der größten Projekte der Stadt in den letzten Jahren. 3,2 Millionen Euro wird er laut Plänen kosten. 850.000 Euro davon kommen als Fördermittel vom Landkreis. Den Rest bestreitet die Stadt selbst. Auch für den Bau gibt es einen straffen Zeitplan: 2022 soll alles fertig sein. Dann nämlich feiert die Ortsfeuerwehr ihr 160-jähriges Bestehen. "Es wäre schön, wenn das schon hier im neuen Haus gefeiert werden könnte", so Bürgermeisterin Verena Hergenröder und zeigt auf die riesige Baugrube, wo in den nächsten anderthalb Jahren das Gebäude wachsen soll. 

Was aus dem alten Feuerwehrdepot wird, steht indessen noch nicht fest. "Erst mal muss das neue fertig sein und die Wehr umziehen. Dann sehen wir weiter", so die Bürgermeisterin. Konkretes gebe es da noch nicht. 

Außerdem brauche die Wehr auch noch einen Raum für die Atemschutzgerätewerkstatt. In dieser Werkstatt warten und pflegen die Kameraden Atemschutzgeräte. Diese Dienstleistung übernehmen sie auch für andere Feuerwehren. Im neuen Gebäude ist dafür kein Platz vorgesehen. Sonst wäre es noch teurer geworden. Möglicherweise kann dafür auch weiterhin ein Raum im alten Haus genutzt werden. 

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