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Kloster statt Spitzenjob: die neuen Marienthaler Nonnen

Sie waren in ihrem vorigen Leben Managerin, Medizinerin und Tierärztin: Warum sich drei Frauen für ein Leben im Kloster St. Marienthal entschieden haben.

Von Anja Beutler
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Sie sind 2022 offiziell neu im Kloster St. Marienthal aufgenommen (von links): Schwester Franziska, Schwester Mechtild und Schwester Anna-Maria.
Sie sind 2022 offiziell neu im Kloster St. Marienthal aufgenommen (von links): Schwester Franziska, Schwester Mechtild und Schwester Anna-Maria. © Matthias Weber/photoweber.de

Schwester Mechtild ist und bleibt eine Managerin. Selbst im Nonnenhabit. Die 64-Jährige mit der runden Brille ist elanvoll und mit offenem Lächeln im Zisterzienserinnenkloster St. Marienthal unterwegs. Dass sie in ihrem Leben vor dem Kloster im Management unter anderem bei BMW gearbeitet hat, glaubt man sofort. Schwester Mechtild, die eigentlich aus Hessen stammt, hatte in der Nähe von Augsburg das, was für viele Menschen erstrebenswert scheint: "Ich hatte einen guten Job, habe sehr gut verdient. Ich konnte gar nicht so viel Geld ausgeben", erzählt sie. Was sie aber nicht hatte, war Zeit. Drei Jahre ohne Urlaub, immer am Ball - das ließ die überzeugte Single-Frau nach etwas Neuem Ausschau halten.

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