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Löbauer Geologe erhält Wissenschaftspreis

Max Frenzel forscht heute in Freiberg. Der 27-Jährige befasst sich mit der Verfügbarkeit seltener Metalle, die etwa zur Handyherstellung benötigt werden.

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© Thomas Scheufler

Löbau/Freiberg. „Die Jahresproduktion von Gallium und Germanium könnte viel höher sein.“ Mit dieser These hat Max Frenzel für Aufsehen gesorgt. Sie ist das Ergebnis der Forschungen mit einer von ihm entwickelten Schätzungsmethode. Gallium ist unentbehrlich für Hochleistungschips in Smartphones und Tablets, Germanium wird beispielsweise für Glasfaserkabel gebraucht. Die Geowissenschaftler gehen nun davon aus, dass die Hightech-Metalle in der Erde ausreichen, um den globalen Bedarf zu decken. Bei anderen Rohstoffen könne die neue Schätzmethode hingegen helfen, noch unbekannte Versorgungsrisiken aufzudecken, erklärt Professor Jens Gutzmer von der Bergakademie Freiberg.

Für seine wissenschaftliche Arbeit soll der gebürtige Löbauer Max Frenzel jetzt den Bernd Rendel-Preis für Geowissenschaften erhalten. Darüber informierte das Helmholtz-Institut für Ressourcentechnologie in Freiberg, an dem der 27-Jährige derzeit als Doktorand tätig ist.

Der Preis wird von der einflussreichen Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) an Wissenschaftler verliehen, die noch nicht promoviert haben und deren Arbeit qualitativ und in puncto Originalität herausragt.

Max Frenzel zog es aus seiner Heimatstadt zunächst nach Cambridge, wo er die die Fächer Mineralogie und Geologie mit Bestnoten abschloss. „In Freiberg gibt es ein breites Know-how in der Rohstoff-Wirtschaft und zu Fragen der Entstehung von Lagerstätten, deshalb kam ich 2012 hierher“, erklärt Frenzel seine Rückkehr nach Sachsen. Er beschäftigt sich seither mit der globalen Verfügbarkeit strategischer Metalle und deren wirtschaftlicher Nutzung. Doch lange wird er nicht mehr in Freiberg bleiben. Im kommenden Jahr setzt Frenzel seine Forschung an der University of Adelaide, Australien, fort. Dafür erhält er ein anderthalbjähriges Stipendium des Deutschen Akademischen Austauschdienstes. (szo/mp)