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Luxusproblem im Sturm

Vor dem Heimspiel gegen Kiel fehlen bei Dynamo nur zwei Verteidiger und Andreas Lambertz. Im Angriff hat Trainer Uwe Neuhaus vier Anwärter für einen Platz in der Startelf zu einem besonderen Spiel.

© Robert Michael

Daniel Klein

Dresden. Natürlich ist der Vereinsgeburtstag auch einen Tag vor der Heimpartie gegen Holstein Kiel (Anstoß Samstag 13 Uhr) ein Thema, aber eher eines am Rande. „Wir haben alles getan, um den Focus aufs Spiel zu lenken“, sagte Dynamo-Trainer Uwe Neuhaus. Die Situation sei so schon brisant genug, der Druck ohnehin da. Anders formuliert: Die Erwartung, das Jubiläum mit einem Sieg garnieren zu sollen, ist als zusätzliche Motivation nicht nötig.

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Auch am zweiten Thema in diesen Tagen, der eigenwilligen Tabellenkonstellation in Liga zwei, kommt er nicht vorbei. Seit der derben 0:3-Niederlage der Dynamos in der Hinrunde habe Kiel erst zwei Spiele gewonnen und stehe trotzdem auf dem Aufstiegs-Relegationsplatz, erklärte Neuhaus. „Das kann man eigentlich kaum glauben.“ Und in der Rückrunden sammelten die Störche sogar einen Punkt weniger als die Schwarz-Gelben. Trotzdem werde es alles andere als eine leichte Aufgabe, findet der Cheftrainer. Das liegt auch an der Spielweise der Kieler, die sich „von allen anderen Mannschaften unterscheidet. Damit hatten wir in der Hinrunde erhebliche Probleme.“

Personell hat Neuhaus bis auf die verletzten Innenverteidiger Jannik Müller und Sören Gonther den kompletten Kader zur Verfügung, Florian Ballas konnte nach seinem Virusinfekt am Freitag wieder trainieren. Im Sturm steht Neuhaus erneut vor der kniffligen Frage: Wer darf auf der Bank sitzen und wer muss auf die Tribüne? Moussa Koné ist in der Startelf wohl wieder gesetzt, Pascal Testroet, Lucas Röser und Peniel Mlapa streiten sich um den Platz auf der Bank. Zumindest in den Kader wird es erneut Aias Aosman schaffen. Neuhaus attestierte dem Mittelfeldspieler, dass er „besser trainiert hat als viele andere“. Andererseits sei er „hochemotional veranlagt. Er weiß mitunter nicht, wohin mit seinen Gefühlen. Das äußert sich dann auch in seiner Körpersprache, er ist schnell mal frustriert.“ Fehlen wird dagegen Andreas Lambertz, der unter Kopfschmerzen und Bewegungseinschränkungen klagt, womöglich hat er sich einen Nerv eingeklemmt.

Frustriert war in der Rückrunde auch Rico Benatelli oft. In den vergangenen beiden Partien, in denen Neuhaus aufs bewährte System zurückrotiert hatte, kehrte der Mittelfeldspieler aber wieder in die Startelf zurück. Womöglich auch, weil er sich mit dem Thema Abstieg bestens auskennt. Die Situation sei aber nicht vergleichbar mit der in Würzburg vor einem Jahr. „Da waren wir in der Hinrunde richtig gut und kamen dann nach der Winterpause in eine Negativspirale rein, aus der wir uns nicht mehr befreien konnten“, erinnert er sich. Die sei nun anders, Dynamo punkte auch in der Rückrunde.

Am Samstag wäre eine Punkteteilung - rein statistisch - der wahrscheinlichste Ausgang. 13 Mal spielte Kiel remis, so oft wie kein anderer Zweitligist, Dynamo trennte sich in den letzten beiden Partien jeweils 1:1.

Dynamos voraussichtliche Aufstellung: Schwäbe – Kreuzer, Ballas, Franke, Heise – Hartmann – Horvath, Hauptmann, Benatelli, Duljevic – Koné