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Malter-Staumauer ist ab Montag gesperrt

Damit werden viele Wege an der Talsperre doppelt so lang. Vor allem Wanderer müssen aufpassen.

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© Egbert Kamprath

Von Franz Herz

Auf der Staumauer der Talsperre Malter beginnt am Montag der Abriss und Neubau der Brücke über die Hochwasser-entlastungsanlage. Damit ist der Weg über die Mauer komplett gesperrt, für Autos ebenso wie für Fußgänger. Die Arbeiten an der Staumauer sind bis November geplant. Für Busse und andere schwere Fahrzeuge gilt die Sperrung schon seit einem Jahr. Eine provisorische Ersatzbrücke zu errichten ist hier an der Staumauer nicht möglich. Was bedeutet das für Besucher und Einheimische zu Beginn der Sommersaison an der Talsperre?

Am westlichen Ende der Malter-Staumauer führt eine Brücke über den Hochwasserüberlauf. Dieses Bauwerk muss dringend erneuert werden. Während der Bauarbeiten gibt es keine Möglichkeit, die Staumauer zu überqueren.
Am westlichen Ende der Malter-Staumauer führt eine Brücke über den Hochwasserüberlauf. Dieses Bauwerk muss dringend erneuert werden. Während der Bauarbeiten gibt es keine Möglichkeit, die Staumauer zu überqueren. © Egbert Kamprath

Autofahrer: Drei Kilometer Umweg über Dippoldiswalde

Für Autofahrer verdoppelt sich der Weg von Malter nach Paulsdorf. Der übliche Weg über die Staumauer ist knapp drei Kilometer lang. Er wird die nächsten Monate gesperrt. Die Alternativstrecke führt über Dippoldiswalde und ist gut sechs Kilometer weit. Aber bei einer einzelnen Fahrt mit einem Auto dürften die drei Kilometer Umweg schnell gehen und nicht zu sehr ins Gewicht fallen.

Wanderer: Die kurze Umleitung führt über Seifersdorf

Mehr dürfte es die Wanderer schmerzen, dass sie nicht mehr über die Staumauer gehen können. Während der Sperrzeit führt der kürzeste Fußweg von der einen auf die andere Seite über Seifersdorf. Das sind gute drei Kilometer. Diese Umleitungsempfehlung hat auch der Dippser Stadtsprecher Marko Hermersdörfer veröffentlicht. Wer will, kann auf der Ostseite wählen zwischen dem Weg durch die Dippser Heide oder dem Malterrundweg an der Bahn entlang. Vor allem ist es wichtig, dass die Wandersleute, die im Rabenauer Grund Richtung Malter gehen und dort wieder in den Zug nach Freital steigen wollen, bereits in Seifersdorf auf die östliche Seite des Flusses wechseln. Wenn sie das verpassen, stehen sie an der Staumauer und kommen nicht auf die andere Seite – außer sie gehen aufs Wasser.

Badegäste: Am 1. Mai beginnt der Bootsverleih

Eine Alternative zum Weg über die Staumauer bietet der Bootsverleih der Weißeritztal-Erlebnisgesellschaft. „Wir arbeiten mit Hochdruck daran, dass wir ihn zum 1. Mai eröffnen können“, sagt Geschäftsführer Klaus Kaiser. Diese Möglichkeit, die Talsperre auf kürzestem Weg zu überqueren, besteht den ganzen Sommer lang. Die Bootsstationen sind in Malter neben dem Strandbad, im Bad Paulsdorf und im Bad Seifersdorf. Die Miete kostet fünf Euro für eine Stunde. Das reicht gut, um die Talsperre zu überqueren. „Wir müssen uns auf die Sperrung einstellen. Die Talsperrenverwaltung hat uns ja langfristig informiert. Davon befürchte ich keine großen Probleme“, sagt Kaiser. Wer nur zum Baden an die Talsperre kommt, kann sowohl die Bäder in Malter als auch in Paulsdorf und Seifersdorf von Dippoldiswalde aus auf den gewohnten Wegen erreichen. Es ist ja nicht das erste Mal, dass die Straße über die Staumauer blockiert ist. Im Sommer 2011 war sie ebenfalls wochenlang dicht. „Das lief damals auch relativ unproblematisch“, erinnert sich Kaiser.

Festbesucher: Shuttleboote fahren zu „Malter in Flammen“

Kaiser stellt sich aber beim Höhepunkt des Jahres, bei „Malter in Flammen“ auf die Situation ein. „Wir werden die Veranstaltungen in den Bädern Paulsdorf und Seifersdorf konzentrieren“, kündigt er an. In anderen Jahren konnten die Festgäste um die ganze Talsperre flanieren. Das ist wegen der Sperrung der Staumauer diesmal nicht möglich. Daher entfallen die Veranstaltungen in Malter. „Es wird aber Shuttleboote geben, die die Besucher auch über die Talsperre transportieren, die beispielsweise mit der Weißeritztalbahn ankommen“, sagt Kaiser. Drei Boote werden zum Fest unterwegs sein.