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Max und Moritz im Kurbeltheater

© André Braun

Der Musikerlebnistag für die ganze Familie sorgte für Kurzweil im Theater. Das war sicher nicht der letzte Streich.

Von Natasha G. Allner

Roßwein. Musik auf ganz unterschiedliche Art erlebten Kinder und deren Eltern am Sonntag im Theater Döbeln. Eingeladen hatten dazu das Mittelsächsische Theater, die VR Bank Mittelsachsen und die Musikschule Döbeln. Am Schminktisch, beim Basteln und vor allem im „Fotoatelier“ mit Kinderkostümen aus früheren Theater- und Opernproduktionen kam keine Langeweile auf. Saskia Reichelt hatte sich aus dem Fundus das Seepferdchenkostüm aus dem Stück „Undine, die kleine Meerjungfrau“ ausgesucht. Die Sechsjährige aus Waldheim sagte: „Mir hat es besonders gut gefallen. Aber die Mutti steckt im Fuchskostüm.“ Doreen Reichelts Resümee viel eindeutig aus: „Der Tag macht viel Spaß. Es ist echt schön hier.“

Auch Winnie Richter, Presseverantwortliche des Theaters, hatte gute Laune: „Unsere Aktion wird bestens angenommen und schon am Vormittag herrscht hier ein ordentliches Begängnis.“ Dem stimmte Torsten Bruß, vom Vorstand der VR Bank, zu: „Die Kombination Familien- und Musikerlebnistag hat sich bewährt. Wir schaffen es, besonders die kleinen Leute mit den verschiedenen Angeboten anzusprechen und einen Anlaufpunkt in Sachen Kultur zu schaffen. Im kommenden Jahr geht es auf jeden Fall weiter.“ Zu Publikumsmagneten entwickelten sich Zumba mit Anke, die Workshops mit den Rock’n’Rollerinnen des Welwel und die Lieder zum Mitsingen für Jung und Alt. Auf der großen Bühne hatte Musikdramaturg Frank Meier stimmlich alles im Griff. Mit einer kleinen Runde sang er unter anderem „Ein Schneider fing ’ne Maus“.

Zur herausragenden Kür liefen zwei Künstler vom Dresdner Kurbeltheater auf. Tobias Herzz Hallbauer und Georg Schütze sorgten für volle Ränge im Theater im Bürgerhaus. Ihnen gelang es gekonnt, das junge Publikum einzubeziehen, sodass schließlich mehrstimmig gerufen wurde „Letzter Streich“. Denn das Kurbeltheater setzte Wilhelm Buschs Geschichte Max und Moritz als Moritat, mit Gesang, musikalischer Begleitung und schauspielerischem Esprit um. Buschs Zeichnungen wurden dabei anhand einer Kurbel auf einer Art Schultafel weitergedreht.