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Mehr altersgerechte Komfortwohnungen

Für diese Wohnungen hat die Wohnbau Hartha GmbH eine Warteliste. Um den Bedarf zu decken, wird investiert.

© André Braun

Von Sylvia Jentzsch

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Hartha. Altersgerechte Wohnungen sind rar und gefragt. Das Angebot zu vergrößern und komfortable Wohnungen dieser Art anzubieten, dieser Aufgabe stellt sich die Wohnbau Hartha GmbH (WbH) schon seit längerer Zeit. „Wegen der großen Nachfrage gibt es für die Häuser 75 und 77 an der Straße der Jugend sogar eine Warteliste“, sagte Geschäftsführer Marco Prüfer. In regelmäßigen Abständen und dort, wo es möglich sei, würden in diesen Häusern aus zwei nebeneinanderliegenden Einraumwohnungen Komfortwohnung entstehen. Diese verfügen über zwei Balkone, eine große Küche und ein Bad mit ebenerdigen Duschen, einen pflegeleichten Designbelag als Fußboden und Glasschiebetüren. Drei dieser Wohnungen wurden bereits in diesem Jahr übergeben, Der Umbau von fünf weiteren sei für die kommende Zeit geplant. Dabei handle es sich um eine große Maßnahme. Es würde nicht nur der Grundriss verändert, sondern auch die Medien wie Wasser, Abwasser und Elektrik müssen entsprechend um verlegt werden“, so der Geschäftsführer. Für jede Komfortwohnung rechnet er mit einer Investition in Höhe von 15 000 bis 20 000 Euro. „Im Sommer dieses Jahres hatten wir zum Tag der offenen Tür in solch eine Wohnung eingeladen. Das Interesse war groß“, sagte Marco Prüfer.

Doch nicht nur für die Senioren investiert die WbH. „Wir wollen allen Interessenten gerecht werden, ob Single oder Großfamilie. Wir decken die gesamte Bandbreite von der top sanierten Wohnung bis zu der für Sozialhilfeempfänger ab. Das zu verbinden ist eine Kunst und eine Herausforderung“, so Prüfer. Auf Wunsch der Mieter seien sieben Bäder im Gesamtwert von rund 70 000 Euro saniert worden.

Die WbH will auch mit dem Komplettumbau der Neubauwohnung weg vom Plattenbaugefühl. Mit dem neuen und modernen Grundriss sollen Mieter angesprochen werden, die eine komfortable Wohnung suchen und bereit sind, dafür eine etwas höhere Miete zu zahlen. „Die Nachfrage sei da“, so der Geschäftsführer. Das habe sich schon bei der Pilotwohnung an der Döbelner Straße 19 und bei der aktuell wieder zur Verfügung stehenden Wohnung über eine gesamte Etage gezeigt.

Auf dem Plan der WbH für das nächste Jahr steht die Sanierung einiger Containerstellplätze. „In diesem Jahr haben wir keine Förderung dafür bekommen“, sagte Prüfer. Weiterhin sollen die Zuwegungen für die Häuser 14,16 und 18 an der Nordstraße und für die an der Gartenstraße Nummer 44/46 in Ordnung gebracht werden. Bisher hat die WbH drei Gästewohnungen, die nach Aussage des Geschäftsführers gern in Anspruch genommen werden. Im nächsten Jahr soll eine vierte Gästewohnung dazukommen. Wer sich über dieses Angebot oder freie Wohnungen bei der WbH informieren will, kann dafür die neu gestaltete und überarbeitete Homepage nutzen.

Im nächsten Jahr wird auch das 25-jährige Bestehen der Tochtergesellschaft der Stadt Hartha gefeiert. „Es wird eine öffentliche Veranstaltung auf der Freifläche unterhalb der ehemaligen Kaufhalle geben. Wir haben uns diesen Platz ausgesucht, weil er zentral liegt und sich hier mit die meisten Wohnungen befinden“, sagte Marco Prüfer. Ziel ist es, auch einige Vereine dafür mit ins Boot zu holen.

„Bezüglich des Leerstandes gibt es zwar eine positive Tendenz, aber es muss weiter daran gearbeitet werden. Wurde der Leerstand im Jahr 2017, bezogen auf effektiv vermietbare Wohnungen und auf den Gesamtbestand von 506 Wohnungen, auf etwa 14 Prozent beziffert, müssen Lösungen für die marktunrelevanten Wohnungen gefunden werden“, so der Geschäftsführer. Er bezifferte die Zahl der Wohnungen, die in einem Zustand sind, dass sie nicht vermietet werden können, auf 67. Eine Möglichkeit, den Leerstand abzubauen, sieht Marco Prüfer darin, noch mehr auf die Bedürfnisse der Mieter einzugehen. Mit dieser Maßgabe sei das Unternehmen in der Vergangenheit gut gefahren.