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Mehr Spaß an der alten Eisenstraße

Die Grüne Liga will den Glashütter Wanderweg interessanter machen. Davon haben nicht nur die Kinder etwas.

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© Egbert Kamprath

Von Maik Brückner

Glashütte. Begeistert rennen die Knirpse der Cunnersdorfer Kita „Max und Moritz“ den Feldweg entlang. „Wir kommen regelmäßig hierher“, sagt Erzieherin Doreen Herold. Der Weg, über den früher die alte Eisenstraße führte, ist vom Kindergarten in fünf Minuten zu erreichen. Die Kinder können hier rennen, toben und auf Entdeckungstour gehen. In der Vergangenheit blieben sie oft an den jungen Apfelbäumen stehen, die von der Grünen Liga gepflanzt worden sind. „Wir sollten den Kindern vorlesen, was auf den kleinen Schildern steht, die an den Bäumen hingen“, sagt Doreen Herold. Die Kinder waren immer ganz Ohr, wunderten sich über die lateinischen Namen und staunten, was sie über den Apfelbaum erfahren konnten. Doch Wind und Wetter setzten den Schildchen zu. Viele wurden inzwischen fortgeweht.

© SZ

Eine Erzieherin brachte das auf die Idee, hier neue, robustere Schilder anzubringen. Die Kita nahm Kontakt zur Grünen Liga Osterzgebirge auf. Schließlich kümmert sich der Verein um die Apfelallee. Dessen Mitarbeiter fanden die Idee gut. Daraufhin entstand ein Projekt, das nun mithilfe der Stadt verwirklicht werden kann, sagt Antje Lindner. Denn ihr Umweltverein hatte sich – so, wie viele andere Vereine und Initiativen – um Geld bemüht, das die Stadt ausgelobt hat. 6 000 Euro standen in diesem Jahr bereit. 775 Euro hatte die Grüne Liga beantragt, 475 hat sie nun vom Verwaltungsausschuss zugesprochen bekommen. Ähnlich viel bekommen andere Vereine, die unter anderem Kinderfeste ausrichten, Nachwuchssportler unterstützen oder spezielle Kleidung kaufen. Antje Lindner ist trotz des Abschlages zufrieden. Mit dem Geld könne die Herstellung der sieben A 3-großen und wetterfesten Schilder bezahlt werden. Diese sollen im Mai angebracht werden, sagt Frau Lindner.

Die Schilder werden bei Groß und Klein sicher gut ankommen, hofft sie. Die Erwachsenen werden etwas über den jeweiligen Baum erfahren. Denn zu jedem wird es eine kurze Beschreibung geben. Die Kleinen werden stehen bleiben, weil auf jedem Schild Bilder von Apfelbäumen aufgedruckt werden, die die Kinder bei einem Projekttag zum Thema Apfel Anfang des Jahres gemalt haben. Dort wurden die verschiedenen Sorten auch verkostet. Dabei haben die Erzieherinnen die Kommentare der Kinder protokolliert. Diese werden zusammen mit dem Namen der Sorte und dem erwähnten Steckbrief auf das Schild gedruckt. „Die Sorte Schöner von Boskop, den die meisten nur als Boskop kennen, hat den Kindern am besten geschmeckt“, berichtet Frau Herold. Aber auch andere Sorten mundeten den Kindern.

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Bei den Kleinen steht der Apfel in der Beliebtheitsskala übrigens ganz weit oben. „Er kommt gleich nach der Banane“, sagt Frau Herold. Etwa 90 Prozent der Kinder mögen Äpfel. Von daher freut sich der Kindergarten auf den Apfelsortenpfad entlang der Apfelallee, wie die alte Eisenstraße bei den Kindern heißt. Die Kinder werden dort zwar nicht lernen, zwischen den Sorten zu unterscheiden. Denn das falle selbst Experten schwer, sagt Frau Lindner. Ziel sei es aber, den Kindern zu zeigen, dass es viele Apfelsorten gibt. Und die unterscheiden sich nicht nur in Farbe und Form, sondern auch im Geschmack. Und das dürfte auch den einen oder anderen Wanderer interessieren, der hier vorbeikommt.