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Esel statt Hunde für den Wolfsschutz

Wölfe breiten sich auch in der Region wieder aus. Das stellt Tierhalter vor Herausforderungen. Tipps können sie sich jetzt in der Hebelei holen.

Bei Herdenschutztieren denken viele zuerst an Hunde. Aber auch Esel können diese Funktion übernehmen, sagen Experten.
Bei Herdenschutztieren denken viele zuerst an Hunde. Aber auch Esel können diese Funktion übernehmen, sagen Experten. © Andreas Näther

Diera-Zehren.  Die Rückkehr der Wölfe nach Deutschland ist längst in aller Munde.  An die 150 Wolfsterritorien gibt es inzwischen im Land. Auch im Kreis Meißen sind die Tiere längst vertreten – und das freut nicht jeden. Auch in Wölkisch zwischen Riesa und Meißen gab es zu Beginn des Jahres 2020 einen Wolfsangriff. Für den nahegelegenen  Elbetierpark Hebelei war damit klar: Es braucht einen Wolfsschutzzaun. Dank vieler Spenden habe das Projekt Ende Juli/Anfang August realisiert werden können, teilt Tierparkchef Sven Näther mit.

Wolfsexperten mit Infostand vor Ort

Das Thema Wölfe und Wolfsschutz spielt in der Hebelei auch an diesem Wochenende wieder eine zentrale Rolle: Denn am Sonnabend und Sonntag, 17./18. Oktober, findet im Tierpark der Aktionstag "Nutztier und Nutzpflanze" statt, bei dem diesmal auch Wolfs- und Herdenschutz-Kenner vorbeischauen.

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Neben Mitgliedern vom Verein "Freundeskreis freilebender Wölfe" ist die Leiterin des Wittenberger Nabu-Artenschutzzentrums angekündigt. Am Sonntag, 18. Oktober, werden sie ab 10 Uhr mit einem Beratungsstand vor Ort sein und Interessierten Fragen rund um den Wolfsschutz beantworten. Was für viele zum Beispiel weniger bekannt sein dürfte: Nicht nur bestimmte Hunde, auch Esel können die Funktion als Herdenschutztiere übernehmen.

Führungen und Fütterungen

Daneben wird es laut Tierpark-Chef Sven Näther am Wochenende wieder Führungen zu seltenen Haustieren geben. Sie starten am Sonnabend und Sonntag jeweils um 11,  14  und 16 Uhr. Bei den Rundgängen wird unter anderem zu erfahren sein, warum auch Kohl, Tomaten oder Zwiebel aussterben können, so Sven Näther.

Weiterhin ist ein Gemüseratespiel geplant, es soll  Informationen zu Streuobstwiesen, Wildäpfeln und Storchenfütterungen geben.

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Für Sonntag, 16 Uhr ist ferner die Naturerlebnisführung unter dem Motto "Das ist ja zum Mäuse melken ...! " geplant. (SZ)

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