merken
PLUS Meißen

Hoher Besuch auf Schloss Proschwitz

Die amtierenden deutschen Weinmajestäten informierten sich über den Weinbau in Sachsen – und erfuhren von einer besonderen Offerte in der Vinothek.

Herzliche Begegnung in der Vinothek: Die Weinkönigin Eva Lanzerath (2.v.r.) besuchte gemeinsam mit Weinprinzessin Eva Müller (l.) Schloss Proschwitz. Hier wurden sie von Georg Prinz zur Lippe und Sachsens Weinprinzessin Ann-Kathrin Schatzl empfangen.
Herzliche Begegnung in der Vinothek: Die Weinkönigin Eva Lanzerath (2.v.r.) besuchte gemeinsam mit Weinprinzessin Eva Müller (l.) Schloss Proschwitz. Hier wurden sie von Georg Prinz zur Lippe und Sachsens Weinprinzessin Ann-Kathrin Schatzl empfangen. © Claudia Hübschmann

Proschwitz. „Ich bin total begeistert!“ Dieses Resümee zieht Eva Lanzerath auf Schloss Proschwitz. Die Deutsche Weinkönigin stattet gemeinsam mit der Deutschen Weinprinzessin Eva Müller dem Weingut zur Lippe einen Besuch ab. Ganz offiziell, denn es gehört zur guten Tradition, dass die Weinmajestäten im Verlauf des Jahres, in dem sie amtieren, allen 19 Weinanbaugebieten in Deutschland einen Besuch abstatten. In Sachsen stehen neben dem Weingut des Prinzen zur Lippe auch das Staatsweingut Schloss Wackerbarth und das Weingut von Martin Schwarz auf dem Besuchsprogramm. Dem schließen sich noch Termine in der Weinregion zwischen Saale und Unstrut in Sachsen-Anhalt an.

HOLDER
Zuverlässigkeit und Erfahrung
Zuverlässigkeit und Erfahrung

Kettensäge kaputt oder Profi-Gerät für´s Wochenende gesucht? Bei HOLDER kein Problem: Onlineshop, Werkstatt und Leihservice sorgen für funktionierendes und passendes Gerät.

Im angeregten Gespräch haben die Weinmajestäten von Georg Prinz zur Lippe allerhand über die Arbeit der sächsischen Winzer und ihre speziellen Erfahrungen an den Steillagen erfahren. Von der Vielfalt der Rebsorten konnten sich die Weinkönigin und die Weinprinzessin selbst überzeugen – per Probeschluck.

„Ich bin zum ersten Mal in Sachsen“, sagt Eva Lanzerath. Die Offenheit und die Herzlichkeit der Menschen haben sie vor allem beeindruckt. Klar, dass sie es bei diesem einen kurzen Besuch in Sachsen nicht belassen will, sagt sie. Im vorigen September war die damals 22-jährige angehende Grundschullehrerin zur 72. Deutschen Weinkönigin gekürt worden. Sie selbst stammt von der Ahr. Eva Lanzerath lebt im rheinland-pfälzischen Walporzheim, einem Stadtteil von Ahrweiler-Bad Neuenahr, das von der Flutkatastrophe vor vier Wochen besonders verheerend getroffen wurde.

Mit dem Verkauf dieser Solidaritätsflasche will das Weingut Prinz zur Lippe den Opfern der Flutkatastrophe an der Ahr helfen.
Mit dem Verkauf dieser Solidaritätsflasche will das Weingut Prinz zur Lippe den Opfern der Flutkatastrophe an der Ahr helfen. © Claudia Hübschmann

Die Verwüstungen sind auch Thema bei den Gesprächen auf einer Reise wie dieser. „Ich erfahre auch hier von der großen Solidarität der Menschen“, sagt die Weinkönigin. Sie sei auf viele getroffen, die von konkreten Aktionen berichten. Oder darüber, dass sie vor allem in den Tagen unmittelbar nach der Flut ins Katastrophengebiet reisten, um vor Ort zu helfen – beim Pumpen, beim Beseitigen des Schlamms oder bei ersten Aufräumarbeiten.

Das Weingut Schloss Proschwitz beteiligt sich an einer Aktion, um den Opfern der Flutkatastrophe zu helfen. In der Vinothek stehen besondere Weinflaschen zum Verkauf. Sie sind leer. Die leeren Flaschen stehen als Symbol für geflutete und zerstörte Keller, für unwiederbringlich vernichtete Schatzkammern als Dokumente der Weingeschichte der Ahr. Und sie sind ein Symbol der Hoffnung und einer beeindruckenden Solidarität und Hilfsbereitschaft.

Das Etikett hat Michael Apitz entworfen. Der im südhessischen Hausen vor der Höhe lebende Künstler hatte die Comicfigur Karl, der Spätlesereiter, erschaffen und sie in vielen Bänden in alltäglichen Geschichten verewigt. Karl trauert – dieses Motiv steuert der Künstler für die 2.000 Solidaritätsflaschen bei. Die Idee für diese besondere Offerte stammt vom Bernhard Moser, dem Begründer des Feinschmeckerfestivals „Eat Berlin“ und Freund der Proschwitzer Schlossherren Georg Prinz und Alexandra Prinzessin zur Lippe.

Beim Picknick „Wein und Musik“, das am vergangenen Wochenende im Schlosshof stattfand, sowie beim Moritzburg-Festival sind schon viele dieser Solidaritätsflaschen zum Stückpreis von 23 Euro verkauft worden. Der Erlös aus dem Verkauf der besonderen Flaschen soll Winzerfamilien zugutekommen. „Dieses Etikett habe ich in den sozialen Medien bereits gesehen“, sagt die Deutsche Weinkönigin, als sie in der Vinothek die Solidaritätsflaschen entdeckt. „Ich bin auch hier, um mich für diese Hilfe für meine Heimat zu bedanken“, so Eva Lanzerath.

Mehr zum Thema Meißen