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Das System Post: Wie ein Weltkonzern seine Partner ausnutzt

Fast zwei Jahre lang hat der Inhaber um die Rettung der Postfiliale in Radebeul-Ost gekämpft. Am Ende fehlten 2.000 Euro und die Bereitschaft der Post.

Von Ines Mallek-Klein & Andre Schramm
 8 Min.
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Die Post-Filiale auf der Hauptstraße. Bis 27. Dezember ist geöffnet. Wie es danach weitergeht, ist unklar.
Die Post-Filiale auf der Hauptstraße. Bis 27. Dezember ist geöffnet. Wie es danach weitergeht, ist unklar. © Norbert Millauer

Radebeul/Meißen/Moritzburg. Donnerstagabend, kurz nach 18 Uhr, auf der Hauptstraße in Radebeul-Ost. Ein paar Kunden wollen noch fix in die Post. Keine Chance. Es ist schon geschlossen. Die Rechner sind bereits heruntergefahren. Drinnen stehen viele Pakete, mehrere Rollcontainer und Hanjo Herrmann, Chef der Deutschen Post Filiale 538. In einer Ecke werden Accessoires mit Rabatt feilgeboten – Räuchermänner und anderer Krimskrams. "Der Rest aus Meißen", sagt Herrmann. 16 Jahre lang hatte er die Meißner-Postfiliale in der Niederauer Straße betrieben. Ende September war auch dort Schluss, jedenfalls für ihn. Eine Angestellte konnte in die Meißner Hauptpost wechseln. Immerhin.

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