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Lebens-Kultur-Eck etabliert sich in Cölln

Wer hier Bilder ausstellen will, wartet bis zu zwei Jahre. So läuft der neue Veranstaltungsort der Firma Maler Weder.

Neben ausgestellten Bildern finden auch zunehmend Veranstaltungen statt: im Lebens-Kultur-Eck. Die Betreiber träumen groß: der Ort soll zum Kulturzentrum im Meißner Stadtteil Cölln werden.
Neben ausgestellten Bildern finden auch zunehmend Veranstaltungen statt: im Lebens-Kultur-Eck. Die Betreiber träumen groß: der Ort soll zum Kulturzentrum im Meißner Stadtteil Cölln werden. © Claudia Hübschmann

Meißen. Im Mai öffnete das Ehepaar Stefan und Claudia Weder das Lebens-Kultur-Eck. Also mitten in der Coronakrise. Ein neues Geschäft aufzumachen, war ein Wagnis. Doch für die beiden hat es sich gelohnt. Denn mittlerweile können sie sich darüber freuen, dass immer mehr Meißner den Raum nutzen wollen. „Es läuft gut“, sagt Stefan Weder. Seit August gibt es regelmäßige Veranstaltungen.

„Wir waren völlig überrascht, dass sich so viele Menschen gemeldet haben“, sagt der Malermeister am Telefon. Nur als Beispiel: Als die erste Veranstaltung startete, sind ohne Werbung 35 Leute gekommen. Henrik Welzig las aus seinem Buch „Muzungu“ vor, das von seiner Reise nach Ostafrika handelt. 1982 in Dresden geboren und aufgewachsen im Käbschütztal lebt er jetzt in Spanien. Generell ist der Ort zu einem Anlaufpunkt für viele Künstler geworden. Sie möchten gern ihre Werke dort ausstellen. Dafür gab es schon einige Anfragen. „Wir haben mittlerweile eine Warteliste von zwei Jahren“, sagt Stefan Weder, der Anfang Mai zuerst seine Fotografien ausstellte.

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Der Meisterbetrieb Maler Weder sponsert dabei die Räume. In diesen werden deshalb auch Dienstleistungen der Firma ausgestellt. So zum Beispiel Teppichfliesen, magnetische oder Foto-Tapeten sowie Schallschutzdecken. Zudem gibt es einen Showroom, der weitere Produkte – wie Gardinen oder Tapeten – der Firma ausstellt. Das lohnt sich finanziell: „Seitdem wir das Lebens-Kultur-Eck eröffnet haben, ist der Umsatz des Raumausstatter um das Doppelte gestiegen.“

Ein was habe aber nicht funktioniert. Eigentlich wollte Stefan Weder ein Onlinesystem entwickeln lassen, über das Interessierte die zwei Workshop-Räume und den Veranstaltungsraum buchen können. Das sei aber zu teuer. Anmeldungen gehen deshalb nur per E-Mail oder Telefon. Zwar gibt es schon viele Anfragen, trotzdem möchte der Betreiber noch offensiver werben. Anwohner in Cölln haben bisher ausschließlich positives Feedback abgegeben. Das liegt sicherlich auch daran, dass es kaum vergleichbare Kulturräume im Stadtteil gibt.

In Zukunft soll sich das Lebens-Kultur-Eck wandeln: „Wir wünschen uns ein Kultur-Café, das als Treffpunkt für Künstler, Anwohner und Kreative dient“, so der Hobbyfotograf. Anfangs soll es nur zwei Tage die Woche öffnen. Wenn es gut läuft, auch häufiger. Dafür suchen er und Claudia Weder noch einen Betreiber. Die nächste Veranstaltung ist am 25. September, 18 Uhr, während des Meißner Weinfests: „Weinprobe und Kalendergeschichten mit Werner Böhme“.

Wer gern die Räume nutzen möchten, kann sich melden: unter 03521/4590930 und [email protected].

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