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Bohnitzsch-Pläne auf Eis gelegt

Aussichten für die Entwicklung eines Gewerbe- und Wohngebietes sollen nun nicht mehr untersucht werden.

Der rot umrandete Teil des Flurstücks 45/3 soll Grün- und Ackerfläche bleiben. Die Fläche rechts daneben an der Großenhainer Straße ist im Flächennutzungsplan der Stadt als Gewerbefläche ausgewiesen.
Der rot umrandete Teil des Flurstücks 45/3 soll Grün- und Ackerfläche bleiben. Die Fläche rechts daneben an der Großenhainer Straße ist im Flächennutzungsplan der Stadt als Gewerbefläche ausgewiesen. © Stadt Meißen

Meißen. In Bohnitzsch soll alles so bleiben, wie es ist. Ein an Großenhainer Straße und Dieraer Weg angrenzendes Flurstück, das etwas 80.000 Quadratmeter umfasst, soll nicht weiter untersucht werden. Das hatte ein Antrag im Sinn, den die Stadträte der aus CDU, FDP, Freien Bürgern und U.L.M. bestehenden Großfraktion im August im Stadtrat vorgestellt hatten. Ging es ursprünglich darum zu prüfen, ob auf den Äckern die Entwicklung eines Gewerbegebietes möglich ist, war im  überarbeiteten Entwurf auch von möglicher Wohnbebauung die Rede.

Im Bauausschuss wurde der überarbeitete Antrag am Mittwochabend gar nicht erst aufgerufen. Bereits zur Eröffnung der Sitzung erklärte Roman Lassotta für die  Großfraktion, dass der Antrag zurückgezogen werde.  Offenbar reagierten die Stadträte damit auf zahlreiche Briefe, die sie in den vergangenen Tagen von Anwohnern erhalten hatten. 

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Zur Sitzung des Ausschusses im Großen Ratssitzungssal waren auch mehrere Dutzend Anwohner vom Dieraer Weg erschienen. Sie nahmen mit Erleichterung zur Kenntnis, dass der Prüfauftrag auf Eis gelegt worden ist. Im Namen der Anwohner der Straßen Dieraer Weg und Hohe Wiese  übergab Dagmar Hanisch während der Einwohnerfragstunde eine von 259 Bürgern unterzeichnete Willensbekundung an den Oberbürgermeister, in der sie sich gegen eine Umwidmung der Grünfläche in der Nachbarschaft ihrer Wohnungen aussprechen. Ein Gewerbegebiet in unmittelbarer Nähe mindere den Wert ihrer Eigentumswohnungen, erklärten Anwohner aus dem Wohnblock am Dieraer Weg.

OB Olaf Raschke (parteilos) erklärte, dass die Verwaltung derzeit alle städtischen Flächen hinsichtlich ihrer Entwicklungspotenziale untersucht. Nun, da der Prüfauftrag zurückgezogen wurde, werde er nicht mehr behandelt. Die Fläche  sollte man "neu ansehen", schlug er vor. Denkbar wäre ein Begrünungskonzept für die derzeit als Ackerland genutzte Fläche, nachdem der Pachtvertrag ausläuft. 

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Heiko Schulze von der Bürger für Meißen/SPD-Fraktion wies darauf hin, dass ein Teilstück der Fläche, das an Großenhainer Straße und Dieraer Weg grenzt, im Flächennutzungsplan der Stadt als Gewerbegebiet ausgewiesen ist. Und daran halte die Verwaltung fest.

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