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Leipziger Firma leert Meißner Papierkörbe

Die Stadt hatte den Auftrag neu ausgeschrieben. Im Stadtrat gab es Kritik an zu vielen zu vollen Papierkörben.

Übervolle Papierkörbe wie auf diesem Symbolfoto gehören auch in Meißen zum Stadtbild.
Übervolle Papierkörbe wie auf diesem Symbolfoto gehören auch in Meißen zum Stadtbild. © Klaus-Dieter Brühl

Meißen. Um das regelmäßige Leeren der Papierkörbe im Stadtgebiet sowie den Winterdienst an Bushaltestellen und öffentlichen Gehwegen und Treppenanlagen kümmert sich im kommenden Jahr die ST Grün-Bau GmbH. Das Leipziger Unternehmen erhielt den Zuschlag für diesen Auftrag. Er war für einen 60-monatigen Zeitraum vom 1.1.2021 bis 31.12.2025 europaweit ausgeschrieben worden. 

Die Leipziger Firma hatte angeboten, die Dienstleistungen für jährlich 73.000 Euro in Meißen auszuführen. Damit hatte sie nicht nur die wirtschaftlich günstigste Offerte unterbreitet. Das Angebot liegt außerdem unterhalb der Aufwendungen von 112.000 Euro, für welche die Stadt die Arbeiten derzeit erledigen lässt. 

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Auf Nachfragen von Stadträten erklärte Bürgermeister Markus Renner, dass die ST Grün-Bau ein soziales Unternehmen ist und staatliche Zuschüsse für die Beschäftigung von Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen erhält. Deshalb könne es die Preisgestaltung für sein Leistungsangebot anders kalkulieren.

Bei zwei Enthaltungen folgten die Stadträte der Empfehlung des städtischen Bauhofes, die Leipziger Firma mit dem Leeren der öffentlichen Papierkörbe sowie dem Winterdienst an Bushaltestellen und öffentlichen Gehwegen zu beauftragen. In der Debatte vor der Abstimmung hatte Stadtrat Uwe Köhler von der CDU/Freie Bürger/FDP/U.L.M.-Großfraktion auf zu viele übervolle Papierkörbe im Stadtgebiet hingewiesen – und städtisches Controlling gefordert. Gegebenenfalls müsse an einzelnen Standorten der zeitliche Abstand zwischen den Leerungen  verkürzt werden.  (SZ/da)

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