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Teppich Schmidt stellt ein

Der Meißner Raumausstatter zählt jetzt 30 Mitarbeiter.

Holger Schmidt mit seinen neuen Mitarbeiterinnen: Lucia Voet, Sarah Niemann, Lisa Haschker (v.r.n.l.).
Holger Schmidt mit seinen neuen Mitarbeiterinnen: Lucia Voet, Sarah Niemann, Lisa Haschker (v.r.n.l.). © Fabrice Wolff

Meißen. An einem Memory-Spiel arbeitet sie gerade. Im Internet und über einen QR-Code in den einzelnen Abteilungen des Geschäftes sollen potenzielle Nutzer aufmerksam gemacht und zur Teilnahme an dem Spiel gelockt werden, erläutert Lucia Voet. Das ist eine der ersten Aufgaben für die 23-jährige Mediengestalterin, die noch nicht lange hier arbeitet. Von Meißen ist die Osnabrückerin sehr begeistert. „Die Leute hier sind gesprächiger“, lautet ein erstes Fazit.

Lucia Voet arbeitet in der Marketing-Abteilung der Firma Teppich Schmidt. Aufmerksam wurde sie auf den Job über eine Stellenanzeige, die sofort ins Auge stach. Und sie zur Bewerbung animierte. Die junge Frau ist eine von drei neuen Mitarbeitern, die in diesem Monat im Geschäft von Holger Schmidt angefangen haben. Neben ihr hat der Meißner Unternehmer in Bohnitzsch eine Polsternäherin und eine Fachverkäuferin eingestellt. Damit wächst das Team von Teppich Schmidt auf jetzt 30 Mitarbeiter.

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Holger Schmidt macht keinen Hehl daraus, dass er so etwas gern bekannt gibt. In Zeiten wie diesen sind gute Nachrichten wichtiger denn je, ist er überzeugt. Gerade auch deshalb, weil die aktuellen Krisen Handel und Gewerbe hart treffen.

„Auch wir spüren den Trend der vergangenen Jahre, dass weniger Kunden ins Geschäft kommen“, sagt Holger Schmidt. Der Online-Shop, der seitdem aufgebaut und verstärkt wird, hat Umsatzverluste aus dem Laden-Geschäft ausgleichen können. Seine neue Mitarbeiterin Lucia Voet wird dabei helfen, mit gezielten Marketingmaßnahmen auf Angebote im Online-Shop ebenso wie in den einzelnen Abteilungen des Geschäfts mit einer Ladenfläche von 4.000 Quadratmetern an der Berghausstraße aufmerksam zu machen.

Vor wenigen Wochen erst hatte er dort eine Polsterabteilung eröffnet. Polstermeister Erik Zschoge hat nun mit Lisa Haschker eine ausgebildete Polsterin zur Seite gestellt bekommen. Als Chef ist Holger Schmidt auf gute Leute angewiesen. Vor allem solche, „die den Karren ziehen“ und die „eigene Ziele“ haben, wie er seine Erwartungen ausdrückt. „Ich gebe nichts vor“, sagt er. Das habe bislang gut funktioniert. Freilich dauere es manchmal eine gewisse Zeit, bis die Einstellung zustande kommt, gibt Holger Schmidt zu.

Die Ziele für das Unternehmen werden bei Teppich Schmidt übrigens jährlich festgelegt: „Gemeinsam mit unseren Mitarbeitern schreiben wir ein Ziele-Buch“, berichtet Holger Schmidt. Geschäftsführung und Mitarbeiter verabreden, wie und wohin sich das Geschäft entwickeln soll.

Die Pandemie mit all ihren negativen Auswirkungen auf die Geschäfte war noch nicht abzusehen, als das Ziele-Buch für dieses Jahr entstand. Aber die eigenen Ziele, zu denen er seine Leute motiviert, bringen auch einen gewissen Vorlauf. „So haben wir immer auch neue Ideen in der Schublade“, erläutert der Chef. Dass jetzt eine Polsterei bei Teppich Schmidt entsteht und weitere Dienstleistungen anbietet, ist ein aktuelles Beispiel.

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Für sein Unternehmen rechnet Holger Schmidt in diesem Jahr mit einem Wachstum von zehn Prozent. Der Umsatz des vorigen Jahres ist bereits getoppt worden – trotz wochenlanger Schließung des Geschäftes während des ersten Corona-Lockdowns im Frühjahr. Holger Schmidt weiß, dass er dies vor allem seinen Mitarbeitern zu verdanken hat – den Fachverkäufern, Raumausstattern, Handwerkern und Lageristen.

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