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Rummel mit Abstand

An diesem Wochenende feiert die Stadt den Wein. Wegen der Pandemie ist vieles anders – auch auf dem Festplatz an der Elbe.

Der Jahrmarkt steht: Auf dem Festplatz an der Elbe haben die Schausteller ihre Fahrgeschäfte aufgebaut. Hier ist am Weinwochenende auch für „das leibliche Wohl“ gesorgt, verspricht Peter Vennedey.:
Der Jahrmarkt steht: Auf dem Festplatz an der Elbe haben die Schausteller ihre Fahrgeschäfte aufgebaut. Hier ist am Weinwochenende auch für „das leibliche Wohl“ gesorgt, verspricht Peter Vennedey.: © Claudia Hübschmann

Meißen. Das Riesenrad ist schon aufgebaut und weithin zu sehen. Gemeinsam mit weiteren Fahrgeschäften auf dem Festplatz an der Elbe kündet es davon, dass Meißen am dritten September-Wochenende traditionell den Wein feiert. Am Freitagnachmittag kann das Treiben beginnen, sagt Peter Vennedey, der auf dem Festplatz den Hut aufhat, auch im Namen seiner Schausteller-Kollegen.

Die Schausteller und ihre Fahrgeschäfte erwarten das Publikum in diesem Jahr in einem eingezäunten Bereich. Das ergibt sich aus dem Hygienekonzept, das Peter Vennedey beim Gesundheitsamt vorgelegt und genehmigt bekommen hat. Security-Leute wachen an den Eingängen darüber, dass die Anzahl der Personen auf dem Festgelände überschaubar bleibt. An den Eingängen wird gezählt – und wenn mehr als 850 Leute auf dem Gelände sind, muss vorübergehend abgesperrt werden, wie Peter Vennedey erläutert.

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Viele Winzer öffnen zum Weinfest ihre Höfe und bieten den Besuchern Wein, Kulinarisches und Kulturelles an.
Viele Winzer öffnen zum Weinfest ihre Höfe und bieten den Besuchern Wein, Kulinarisches und Kulturelles an. © Claudia Hübschmann

Desinfektionsmittel an allen Fahrgeschäften, Spukschalen und Spültoiletten gehören ebenfalls zur Ausstattung des Geländes. Unter freiem Himmel, unter Beachtung der Abstandsregeln sowie in der Hoffnung auf die Vernunft aller Besucher sehen die Schausteller diesem vierten September-Wochenende in Meißen entgegen. 

Weil das Weinfest nicht wie gewohnt gefeiert wird und deshalb in diesem Jahr zum Weinwochenende mutiert, ist der Festplatz an der Elbe so etwas wie ein zentraler Ort . Neben den Fahrgeschäften warten hier allerlei Stände mit Angeboten von Pommes über Bratwurst, Rostbrätel oder Langos sowie Wein, Federweißer, Bier, Kaffee, Eis und Naschereien für die lieben Kleinen auf.

 Aus dem Hygienekonzept ergibt sich, dass der Ausschank alkoholischer Getränke an allen Tagen des Weinwochenendes um 22 Uhr beendet wird. Und der Rummel schließt um 23 Uhr.

Die Fahrgeschäfte, welche die Schausteller auf dem Festplatz an der Elbe aufbauen, sollen keine Wünsche bei den Besuchern offenlassen. Außer dem Riesenrad laden Autoscooter, Riesenrutsche, eine Achterbahn-Raupe für Kinder und weitere große Fahrgeschäfte zum Vergnügen ein. Natürlich gibt es auf dem Jahrmarkt auch Karussells und Rutschen für Kinder sowie Los-Buden, Stände zum Ballwerfen oder Fadenziehen, nennt Peter Vennedey einige der Offerten, mit denen er und seine Schausteller-Kollegen an diesem Wochenende auf dem Festplatz an der Elbe aufwarten.

Über das gesamte Stadtgebiet verteilt

Das Weinwochenende, als das sich das Meißner Weinfest in diesem Jahr präsentiert, verteilt die Feierlichkeiten auf das gesamte Stadtgebiet. Statt der bislang etwa 20 Bühnen im Innenstadtbereich laden am Freitag, Sonnabend und Sonntag insgesamt 26 Orte sowie zwei im benachbarten Sörnewitz mit Veranstaltungen der kleineren Form sowie kulinarischen Angeboten ein, wie Martin Schuster informiert. Der Wirtschaftsförderer aus dem Meißner Rathaus hat die Koordination und Organisation der Weinfest-Feierlichen in diesem Jahr übernommen – anstelle des Gewerbevereins.

Wie es der Name verrät, versteht sich das Weinwochenende als eine Einladung vor allem an die Orte, wo der Wein entsteht. So öffnen viele Winzer ihre Höfe und bieten den Besuchern Wein, Kulinarisches und Kulturelles an, so Wirtschaftsförderer Martin Schuster. Die Winzer bringen außerdem ihre Erfahrungen aus der Organisation der Tage des offenen Weingutes mit ein. Von daher wissen sie am besten, was auf dem jeweiligen Gelände möglich ist. Dazu gehört auch das Abschätzen der jeweiligen Besucherzahl, wie Martin Schuster hinzufügt.

Für jeden der 28 Veranstaltungsorte wurde ein eigenes Hygienekonzept erarbeitet, das vor allem ausreichende Desinfektionsmöglichkeiten zum Inhalt hat. Da die meisten Angebote unter freiem Himmel stattfinden, kann auf Masken verzichtet werden. Wohl aber hoffen Organisatoren wie Veranstalter auf das Beachten von Abstand und allgemeinen Hygieneregeln. Natürlich auch darauf, dass sich das Wetter nicht allzu regnerisch zeigt.

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Eine Übersicht über die Angebote zum Weinwochenende bietet ein Faltblatt, das Martin Schuster zusammengestellt hat. Die darin aufgeführten Veranstaltungen und Orte sind auch im neuen Meißner Amtsblatt, das an diesem Freitag erscheint, veröffentlicht. Außerdem kann das Faltblatt vom Internet-Auftritt der Stadt als PDF-Datei heruntergeladen werden.

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