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Trinkwasser in Nossen mit Fäkalien belastet

In einigen Nossener Ortsteilen ist das Trinkwasser mit Bakterien verunreinigt. Anwohner sollten das Wasser abkochen.

Wasser aus dem Hahn entnehmen und trinken - einige Nossener dürfen das vorerst nicht.
Wasser aus dem Hahn entnehmen und trinken - einige Nossener dürfen das vorerst nicht. © ZB

Meißen/Nossen. Bei den im Trinkwasser vorgefundenen Bakterien in einigen Ortsteilen Nossens handelt es sich um Kolibakterien, wie der Zweckverband Wasserversorgung Meißner Hochland auf SZ-Nachfrage mitteilte. Laut Geschäftsführerin Sabine Zinnecker stehe die Beeinträchtigung im Zusammenhang mit den lokalen, starken Niederschlägen. Kolibakterien deuten auf eine fäkale Verseuchung hin.

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Laut Zinnecker wurde die Verunreinigung des Wassers im Zuge der monatlichen Überprüfung des Wassers festgestellt. Der Verband reagierte mit der sofortigen Desinfektion mit Chlor. Als Vorsorgemaßnahme wurden die Anwohner angehalten, das Trinkwasser abzukochen. „Alle Haushalte wurden über Handzettel im Briefkasten informiert. Darüber sollten wirklich alle Anschlussnehmer erreicht werden“, sagte die Geschäftsführerin. In diesem Zusammenhang habe es auch kleine Gespräche zur Situation „übern Gartenzaun“ gegeben.

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Die Behörden sind gegen die Verunreinigung bereits eingeschritten, trotzdem sollten die Einwohner einiger Ortsteile Vorsicht walten lassen.

Betroffen sind Schleinitz, Lossen, Badersen, Dobschütz, Pröda, Praterschütz, Perba, Leuben (Kirchberg, Lommatzscher Straße, Schulberg, und Schleinitzer Straße). Diese Haushalte gehören laut Zinnecker zum Versorgungsgebiet Schleinitz, deren Trinkwasser aus der Quelle Schleinitz in den Hochbehälter Schleinitz gefördert und von dort aus abgeleitet wird.

Das Gesundheitsamt Meißen hatte am Freitag darüber informiert, dass im Trinkwasser des Versorgungsgebietes des Zweckverbandes Wasserversorgung Meißner Hochland eine bakterielle Verunreinigung festgestellt wurde.

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