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Elektrifizierte Zugstrecke statt A4-Ausbau

Meißner Bundestagskandidaten machen konkrete Vorschläge, wie das Verkehrschaos auf der A4 westlich von Dresden entschärft werden könnte.

Die Bundestagskandidaten von ÖDP und Freien Wählern im Landkreis Meißen machen sich dafür stark, Güterverkehr künftig auf elektrifizierte Zugstrecken zu verlagern.
Die Bundestagskandidaten von ÖDP und Freien Wählern im Landkreis Meißen machen sich dafür stark, Güterverkehr künftig auf elektrifizierte Zugstrecken zu verlagern. © Archivfoto: André Schulze

Meißen. Die Autobahninfrastruktur im Raum Dresden benötige dringend Entlastung, hier könne eine Rollende Landstraße sehr schnell effektiv wirken. Das sei für ihn die bessere Lösung als ein achtspuriger Ausbau der A4, so der Bundestagskandidat der Freien Wähler im Kreis Meißen André Langerfeld. Die Eisenbahnstrecke zwischen Hoyerswerda und Wegliniec (Kohlfurt) in Polen lasse es zu, eine effektive Rollende Landstraße zwischen dem Raum Halle-Leipzig und dem niederschlesischen Zentrum um Breslau kurzfristig einzurichten.

Weiterhin sieht es der Meißner Sozialpädagoge und Unternehmer als dringend notwendig an, insbesondere den Pendlern aus dem ländlichen Raum Alternativen zur Nutzung der Autobahn zu schaffen. Dazu gehört für ihn, die S-Bahn von Meißen oder Freiberg auf bestehenden Eisenbahnstrecken mindestens bis Nossen und besser Döbeln zu verlängern.

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Eine intelligente unternehmensübergreifende ortsnahe Lagerhaltung könnte ebenfalls einzelne Lkw-Transporte vermeiden und stattdessen Sammeltransporte auf die Schiene bringen, so der 49-Jährige. Schnittstelle könnten dafür in Sachsen und speziell im Dresdner Raum die Sächsischen Binnenhäfen Oberelbe sein. Zudem müssen aus Sicht des 49-Jährigen das Maut-Erfassungssystem und Anlagen der Verkehrsüberwachung vernetzt werden, um Belastungen verlässlich vorhersehbarer zu machen und schnell mit verkehrsregelnden Maßnahmen wie einer Geschwindigkeitssteuerung eingreifen zu können.

Güterbahnhöfe fehlen

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