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Eine neue Werkstatt

Bei Teppich-Schmidt arbeitet jetzt ein angehender Handwerksmeister. Er lässt sich beim Arbeiten über die Schultern schauen.

Polsterer Erik Zschoge (M.) richtet eine Schauwerkstatt im Geschäft von Holger Schmidt (l.) Teppich Schmidt an der Berghausstraße ein.
Polsterer Erik Zschoge (M.) richtet eine Schauwerkstatt im Geschäft von Holger Schmidt (l.) Teppich Schmidt an der Berghausstraße ein. © Claudia Hübschmann

Meißen. Noch ist Erik Zschoge am Einrichten. Eine Absaugvorrichtung ist noch nicht ganz aufgebaut und montiert. Für Materialien und Werkzeuge noch keine endgültigen Lagerplätze. Der angehende Meister baut eine Polsterwerkstatt auf – im Obergeschoss der Verkaufsausstellung bei Teppich-Schmidt.

Seit dem 1. September gehört Erik Zschoge zum Team des Raumausstatters. Er ist der 27. Mitarbeiter bei Teppich-Schmidt in Meißen. Erik Zschoge kommt aus dem erzgebirgischen Voigtsdorf nach Meißen. Dort hatte er in einer Polsterei gearbeitet, die ihren Betrieb in diesem Sommer einstellen musste. Dem Handwerksbetrieb hatte es nicht an Aufträgen gemangelt, sondern am beruflichen Nachwuchs.

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Holger Schmidt übernahm den angehenden Meister, der sich demnächst auch privat in der Nähe Meißens ansiedeln will. Ebenfalls aus dem Erzgebirge übernommen wurden der  Maschinenpark und Werkzeug. Das bildet nun den Grundstock für eine  neue Werkstatt, die im Schmidtschen Geschäft an der Berghausstraße entsteht.

Polsterarbeiten wie das Anfertigen oder Ausbessern von Sesseln und Couchgarnituren kann Teppich Schmidt nun als eigene Dienstleistung anbieten, freut sich Holger Schmidt. Aber auch Aufträge für die Möbelindustrie wie die Ausstattung von Hotels oder gastronomischen Einrichtungen mit Stühlen können in Meißen erledigt werden. Dazu bedarf es noch der Kooperation mit Tischlern, die die Gestelle für die zu polsternden Sitzgelegenheiten liefern.

Holger Schmidt weiß auch von wachsender Nachfrage nach dem Aufarbeiten und Neubeziehen von Autositzen in Oldtimer-Fahrzeugen. Auch solcherlei Maßanfertigungen wird die neue Werkstatt anbieten. Hierbei gehört es zur Handwerkskunst, den teuren Rohstoff Leder so wirtschaftlich wie möglich einzusetzen.

Die neue Werkstatt entsteht innerhalb der Verkaufsfläche. So kann man Erik Zschoge über die Schultern schauen, wenn er die Sitzfläche eines Stuhls auspolstert oder eine lederne Couch neu bezieht. Das bringt Teppich Schmidt an räumliche Grenzen. Er ist bereits auf der Suche nach Flächen, um ausreichend Raum für Lager, Werkstätten und Geschäfte zu erhalten, sagt Holger Schmidt. 

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