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Menschen in Wurstpelle

Die Ölmühle Moog aus Lommatzsch wagt ein Experiment.

In einem Pilotprojekt hat die Ölmühle Moog bei Lommatzsch Künstler aufgerufen, das Hashtag #essenverändertdiewelt künstlerisch umzusetzen.
In einem Pilotprojekt hat die Ölmühle Moog bei Lommatzsch Künstler aufgerufen, das Hashtag #essenverändertdiewelt künstlerisch umzusetzen. © Ölmühle Moog

Von Maria Knorr

Meißen.
In einem Pilotprojekt hat die Ölmühle Moog Künstler aufgerufen, das Hashtag #essenverändertdiewelt künstlerisch umzusetzen. Für die Gewinner wurde ein Preisgeld von insgesamt 10.000 Euro ausgelobt. In einer virtuellen Pressekonferenz wurden jetzt die Preisträger bekannt gegeben. Über 120 Künstler aus ganz Deutschland hatten in den Kategorien Bildende Kunst, Darstellende Kunst, Fotografie und Musik ihre Beiträge eingereicht.

Den ersten Platz in der Kategorie Fotografie erhielt das Berliner Duo Tabea Mathern und Yannic Moeken für "Newtraditions". Der Niederländer und die Westfälin hinterfragen in ihrem Werk bestehende Essens-Traditionen. In der Kategorie Musik überzeugte Jan Sturm mit seinem Hörbeitrag "Viel zu viel" die prominenten Jurymitglieder Model Eva Padberg und ihren Ehemann, den Musiker Niklas Worgt. In ihrer Begründung hieß es, die Umsetzung von Tonaufnahmen aus einem Supermarkt in eine hochwertige Sound-Installation ergebe ein Klangbild, das die kollapsartige Verschwendung von Lebensmitteln besonders gut vermittelt.

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In der Kategorie Bildende Kunst entschied sich die Jury für "Akt im Darm" der Kölner Künstlerin Nicolé Hager. Mit den lebensgroßen menschlichen Torsi aus Ton in Wurstpellen gezwängt und an Fleischerhaken hängend, kritisiert die Kölnerin den Umgang mit Tieren als Ware. In der Kategorie Darstellende Kunst gewann das interaktive Koch-Hörspiel "Taste Away" von Simone Glatt und Tim Schmutzler aus Mainz. Der gebürtige Vogtländer Schmutzler ist damit der einzige Sachse unter den Gewinnern.

Auf der Webseite von Bio Planète sind alle eingereichten Beiträge zum Thema #essenverändertdiewelt in einer virtuellen Ausstellung gezeigt. Am 7. und 8. August werden die preisgekrönten Werke im Kunstpavillon beim Palais Sommer in Dresden zu sehen und zu hören sein.

Die Ölmühle Moog ist auf die naturbelassene Herstellung von Bio-Ölen spezialisiert. Inhaberin Judith Faller-Moog schuf die Marke Bio Planète und eröffnete in Klappendorf bei Riesa einen weiteren Unternehmensstandort mit 80 Mitarbeitern. 2015 gründete Faller-Moog die Initiative "Gemeinsam für mehr Bio-Landwirtschaft in Deutschland". Die 53-Jährige wurde schon mehrfach als Unternehmerin des Jahres ausgezeichnet – unter anderem in Frankreich, wo die Ölmühle ihren Ursprung hat. Zudem wurde Faller-Moog 2018 als Sachsens Unternehmerin des Jahres ausgezeichnet. (SZ)

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