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Mit dem HubschrauBär zum Sieg geflogen

In der Nacht zum Mittwoch wurde zum Abschluss der 62. Saison des RCC auch das Geheimnis der Jury-Wertung für die Umzugsgruppen gelüftet.

Sie haben es auf die Podestplätze bei der Wertung der Gruppen des diesjährigen Karnevalsumzugs in Radeburg geschafft: Den 1. Platz belegt die Gruppe von Michael Mösch. © RCC

Radeburg. Eine närrische Saison beim Radeburger Carnevals Club endet so, wie sie beginnt – geheimnisvoll. Wird bei der ersten Prunksitzung am 11.11. zu Beginn noch darüber gerätselt, wen Präsident Olaf Häßlich diesmal für das begehrte Amt des Prinzenpaars ausgesucht hat, hält die Spannung bei der letzten Veranstaltung am Faschingsdienstag sogar noch länger an. Denn bis sich Olaf Häßlich und der Umzugsverantwortliche Holger Umlauft beim Bekanntgeben der von der RCC-Jury ermittelten Platzierungen der Umzugsgruppen bis zu den Podestplätzen vorgearbeitet haben, das dauert.

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In diesem Jahr gab es wieder viele Gruppen, denen man es zutrauen konnte, es unter die drei Besten zu schaffen. Am Ende teilten sich die Plätze zwei Gruppen, die nicht zum ersten Mal den Sprung an die Spitze schafften, und eine neue. Allerdings haben auch deren Mitglieder langjährige Umzugserfahrungen in Radeburg.

Der 2. Platz ging an die Frauen und Männer der neu gegründeten Gruppe um Michael Prohaska. © RCC

Mit ihrem materialaufwendigen HubschrauBär-Einsatz zur Großfahndung nach dem Kleinbahnanschlag erfreute die Gruppe um den Radeburger Michael Mösch nicht nur die Tausenden Besucher an der Strecke, sondern konnte auch die Jury für sich gewinnen. Platz eins. Mit ihrem Bild setzten die 25 Frauen und Männer das Saison- und Umzugsmotto „Tatort Rabu“ um und griffen gleich noch ein Ereignis auf, das zu Jahresbeginn die Gemüter vieler Radeburger erregte.

Um die Technik, erstmals war auch Lichttechnik mit im Einsatz, kümmert sich mit dem 15-jährigen Ben Klotsche der Gruppenneuling. Sehr zur Zufriedenheit aller, wie Micha Mösch sagt. Obwohl bereits seit November an dem Umzugswagen geschraubt, geschweißt, geklebt und gemalt wurde, gab es noch bis zum Abend vor dem Umzug etwas zu tun.

Zuletzt mussten noch Bleche angebracht werden, damit die Kette zum Antrieb der Rotorblätter des HubschrauBärs nicht mehr runterspringt. Im Vorjahr hatte die Gruppe Rang drei belegt. Dass sie mit der Nummer 59 trotzdem weit hinten im Umzug liefen, hat einen triftigen Grund. „An dem Stellplatz für die 59 wohnt eines unserer Gruppenmitglieder. Außerdem haben wir mit der Nummer bisher Glück gehabt“, so Michael Mösch.

Auf den dritten Rang kam die Gruppe von Conny Ottlinger. © RCC

Platz zwei der Wertung ging an die 19 Frauen und Männer um den Radeburger Michael Prohaska, die bisher in drei verschiedenen Gruppen beim Karnevalsumzug in Rabu mitgemacht haben. Mit der Auflösung ihrer Gruppen hätten sie sich entweder anderen anschließen oder gemeinsam eine neue bilden können. Damit die Zahl der Umzugsbilder nicht zu sehr schrumpft, entschlossen sie sich für die letzte Variante. Der Erfolg mit ihrem farbenfrohen Auftritt und den imposanten Gerippen gibt ihnen recht. Über 1 000 Stunden haben sie dafür insgesamt in ihrer Freizeit aufgebracht.

Im Vorjahr der Silber-, diesmal der Bronzerang. Conny Ottlinger und ihre 31 Mitstreiterinnen und Mitstreiter sind in den gefühlt letzten zehn Jahren stets ganz vorn zu finden. Wie viele erste, zweite und dritte Plätze sie dabei schon gesammelt haben, weiß die Gruppenchefin nicht auf Anhieb. „Da führen wir keine Strichliste.“

Neben der Wagengestaltung, um die sich die in der Unterzahl befindlichen Männer kümmern, sind vor allem die voluminösen und fantasievollen Kostüme das Markenzeichen der Gruppe. „Wir nähen alles selbst.“ So auch diesmal, einschließlich der Narrenkappen und der Überzieher für die Schuhe. Unter den als Schläuche genähten Jetons stecken zum Halt Drainagerohre.


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