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Möpse aus echtem Meissener

Mehr als 60 Varianten der Hunderasse werden bis 3. Juni in einer Schau im Hetjens-Keramikmuseum gezeigt.

© Wilfried Meyer

Von Marcus Herrmann

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Wenn es in den Innenstädten nach gebrannten Mandeln riecht, die Tage kürzer und die Abende länger werden, dann steht die Weihnachtszeit vor der Tür.

Meißen/Düsseldorf. Der Mops gehört zu den zehn beliebtesten Hunderassen. Vor über 2 000 Jahren wurde er in China gezüchtet und war zunächst dem Kaiser vorbehalten, bis einige Vierbeiner aus der Verbotenen Stadt in Peking entführt wurden. Über Holland und England wurde der Mops im 18. Jahrhundert zum treuen Begleiter der höfischen Damen in Europa. Doch auch heute scheint die Liste seiner prominenten Liebhaber endlos. Das Meissener Porzellan hat dem Mops Unsterblichkeit geschenkt. Mehr als 60 dieser Varianten werden noch bis 3. Juni in der Ausstellung „Garantiert stubenrein! Möpse aus Meissener Porzellan und ihre Freunde“ im Düsseldorfer Hetjens - Deutsches Keramikmuseum, Schulstraße 4, gezeigt.

In der Ankündigung zur Ausstellung, die am vergangenen Sonntag begann, heißt es: „Die Liste damaliger und heutiger prominenter Mopsliebhaber scheint endlos: Madame de Pompadour, Marie-Antoinette, Joséphine de Beauharnais, Heinrich Heine, Königin Victoria, Winston Churchill, Valentino, der Herzog und die Herzogin von Windsor, Andy Warhol, Paris Hilton, Justin Bieber und natürlich Loriot – um nur einige zu nennen. Im Meissener Porzellan wurde der Mops unsterblich gemacht. Erstaunlich ist die Vielfalt in Größe und Form, die die Modelleure um Johann Joachim Kändler (1706–1775) für die Manufaktur geschaffen haben. Als einen der ersten fertigte Kändler den Mops der Gräfin Brühl, der Ehefrau des sächsischen Premierministers, im Dezember 1738 in Porzellan. (SZ)