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Mopedfahrer stirbt nach Unfall

Ein betrunkener Phaeton-Fahrer rammt in der Nacht ein Moped und schleift es zwei Kilometer vor sich her. Später erliegt der Mopedfahrer seinen schweren Verletzungen.

© Tino Plunert

Juliane Richter

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Dresden. Eine abendliche Fahrt mit dem Motorroller ist für einen 45-Jährigen tödlich geendet. Gegen 21 Uhr fährt der Mann am Sonntag mit seinem Sanyang-Roller auf dem Zelleschen Weg stadtauswärts und befindet sich wenige Hundert Meter vor der Kreuzung zur Teplitzer Straße, als ihn von hinten ein alter VW Phaeton rammt. Der 45-Jährige wird offenbar vom Roller auf die rechte Fahrbahn geschleudert und dabei lebensbedrohlich verletzt. Am Montagnachmittag erliegt er im Krankenhaus seinen schweren Verletzungen.

Horrorunfall am Zelleschen Weg

Der 31-jährige deutsche Autofahrer verständigt nach dem Unfall laut Polizei nicht den Notarzt. Er hält nicht einmal an. Mit dem Roller vor Augen, der sich an der Front und unter der Stoßstange seines knapp 16 Jahre alten Phaetons verkeilt hat, fährt er noch einen ganzen Kilometer weiter bis zur Gostritzer Straße. Er stoppt erst, als sein Auto und der eingeklemmte Roller brennen. Mehrere Zeugen sehen das Feuer und wählen den Notruf. Der alarmierte Rettungsdienst macht sich auf die Suche, findet den lebensgefährlich verletzten Rollerfahrer und bringt ihn ins Krankenhaus.

An der Gostritzer Straße versucht derweil ein Anwohner, den Brand mit zwei Pulverlöschern zu bekämpfen. Weil das nicht funktioniert, brauchen die Feuerwehrleute noch etwa 200 Liter Wasser, bis der Brand eingedämmt ist. Der 31-jährige Fahrer sieht laut Polizei zu. Die Beamten nehmen ihn fest, ein Bluttest ergibt 1,54 Promille Alkohol. Außerdem hat er keinen Führerschein – das Auto mit Freitaler Kennzeichen ist aber sein eigenes.

Am nächsten Tag wird er dem Ermittlungsrichter vorgeführt, der den Haftbefehl in Vollzug setzt und ihn zur Untersuchungshaft in die JVA Dresden einweist. Zu diesem Zeitpunkt ermittelt die Polizei noch wegen Gefährdung des Straßenverkehrs, vorsätzlicher Trunkenheit im Verkehr, fahrlässiger Körperverletzung, Unfallflucht und Fahren ohne Fahrerlaubnis. Nach dem tragischen Tod des Unfallopfers wird nun auch wegen fahrlässiger Tötung ermittelt. Die Polizei bittet Zeugen, welche den Zusammenstoß auf dem Zelleschen Weg gesehen haben, sich telefonisch unter 03 51-4 83 22 33 zu melden.