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Schweine im Wildgehege Moritzburg getötet

Nach Tierseuchenrecht werden Wildschweine in Gattern wie Hausschweine behandelt. Weil sie aber nicht eingestallt werden können, wurden sie geschossen.

Von Sven Görner
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Das Wildgehege Moritzburg hat keine Wildschweine mehr. Die 19 gesunden Tiere wurden jetzt zur Bekämpfung der Schweinepest getötet.
Das Wildgehege Moritzburg hat keine Wildschweine mehr. Die 19 gesunden Tiere wurden jetzt zur Bekämpfung der Schweinepest getötet. © Archiv/Norbert Millauer (Symbolfoto)

Moritzburg. Die Presseinformation des Staatsbetriebs Sachsenforst am Donnerstagabend war kurz. Die 19 Wildschweine im Wildgehege Moritzburg wurden auf Grundlage des Tierseuchenrechts alle auf tierschutzgerechte Weise getötet. "Alle Optionen, die an die ständige Freilandhaltung gewöhnten Tiere sicher vor einem Viruseintrag zu schützen, beispielsweise durch eine dauerhafte Stallhaltung, waren leider nicht durchführbar", heißt es in der Mitteilung weiter.

Rund zwei Wochen hatte das Schicksal der Rotte die Gemüter Tausender Menschen in Sachsen bewegt.

Nach dem Bekanntwerden eines Falles der Afrikanischen Schweinepest bei einem in der Nähe von Radeburg geschossenen Wildschwein sollten die Tiere im Rahmen der Maßnahmen zur Eindämmung des für Schweine tödlichen Virus getötet werden.

Die Umsetzung dieser Vorgabe sei allerdings nicht so leicht, hatte noch am Dienstag der Leiter des Forstbezirks Dresden auf Nachfrage der SZ erklärt. Man könne nicht alle Tiere auf einmal schießen, weil das vermutlich zu Panik, verbunden mit Ausbruchsversuchen führe. "Was wir brauchen, ist Ruhe und Zeit", war die Aussage.

Umso mehr überrascht nun das schelle Ende der Moritzburger Wildschweine.