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Mutmaßlicher Kofferbomber von Köln bestreitet Mordabsicht

Düsseldorf. Der mutmaßliche Kofferbomber von Köln hat kurz vor Ende des Prozesses am Düsseldorfer Oberlandesgericht erneut jede Mordabsicht bestritten. „Ich schwöre bei Gott dem Allmächtigen, dass ich keine Absicht hatte jemanden zu töten.

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Düsseldorf. Der mutmaßliche Kofferbomber von Köln hat kurz vor Ende des Prozesses am Düsseldorfer Oberlandesgericht erneut jede Mordabsicht bestritten. „Ich schwöre bei Gott dem Allmächtigen, dass ich keine Absicht hatte jemanden zu töten. Ich wusste, dass es keine Explosion geben wird und dass niemand getötet wird“, sagte der 24-jährige Libanese Youssef E.H. gestern in seinem Schlusswort. Der Tatvorwurf belaste ihn sehr. Am 9.Dezember soll in dem seit rund einem Jahr dauernden Verfahren das Urteil gesprochen werden.

Der Angeklagte und sein im Libanon wegen der Anschläge bereits zu zwölf Jahren Haft verurteilte Komplize Jihad Hamad hatten im Juli 2006 auf dem Kölner Hauptbahnhof zwei Kofferbomben in Regionalzügen nach Hamm und Koblenz deponiert, die aber nicht explodierten. Die Bilder einer Überwachungskamera, die zeigen, wie die beiden jungen Männer ihre mit Sprengstoff gefüllten Koffer zu den Zügen bringen, gingen 2006 um die Welt.

Die Bundesanwaltschaft fordert für E.H. eine lebenslange Haftstrafe. Sie wirft dem 24-Jährigen vor, er habe zusammen mit seinem Komplizen mit den Bomben möglichst viele Menschen töten wollen. (AP)