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Neue Grillstube im Allendeviertel

In der Wohngebietsgaststätte in Bautzen gibt es jetzt Döner. Aber auch die deutsche Speisekarte bleibt ebenso wie die Bowlingbahn.

© Carmen Schumann

Von Carmen Schumann

Bautzen. Döner geht immer. Der türkische Grillspieß ist vor allem unter jungen Leuten und Familien beliebt. Das hat Isa Yildirim erfreut festgestellt, nachdem er Anfang Mai im Allendeviertel seine Grillstube eröffnete. Bereits Anfang Februar übernahm er den gesamten Gaststättenkomplex an der Allendestraße 49 von seinem Vorgänger Michael Pfützner. Der hatte vor knapp zwei Jahren hier die „Wohngebietsgaststätte im Viertel“ eingerichtet. Doch ganz war dessen Konzept mit gutbürgerlicher Gastronomie nicht aufgegangen. Die Wochenenden seien zwar immer gut gebucht gewesen, vor allem mit Familienfeierlichkeiten. Aber in der Woche sei nicht so viel los gewesen, sagt Michael Pfützner. Sein Nachfolger Isa Yildirim kann diese Erfahrungen bestätigen. Seit der Übernahme im Februar habe er an jedem Wochenende Familienfeiern in der Wohngebietsgaststätte ausgerichtet. Doch damit es auch in der Woche läuft, ließ er parallel dazu einen Gastraum zur Grillstube umbauen.

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„Ich habe die gesamte Ausrüstung, die für einen Döner-Imbiss notwendig ist, neu installieren lassen“, sagt der junge Gastronom. Und auch eine neue Lüftungsanlage ließ er einbauen. Die Möbel für den gesamten Gaststättenkomplex hat er jedoch von Michael Pfützner übernommen. Diese stammen wiederum aus dessen ehemaligen Restaurant am Husarenhof.

Speisen werden auch nach Hause geliefert

Der Zuspruch zu seiner Grillstube, den er seit Anfang Mai erfahren hat, gibt Isa Yildirim recht. „Die Leute mögen schnelle Gerichte“, sagt der 22-Jährige. Auf seiner Speisekarte stehen über 100 Varianten von Döner, Dürüm, Lahmacun und Co. Hinzu kommen Pizza, Pasta, Burger und Salate, alles auch zum Mitnehmen. „Die Speisen liefern wir auch nach Hause“, sagt Isa Yildirim. Und für diejenigen, die mit südeuropäischer Küche gar nichts am Hut haben, bleiben die Angebote der Wohngebietsgaststätte mit deutschen Gerichten erhalten. Während Isa Yildirim den Dönerspieß betreut, stellt sein Küchenchef die gutbürgerlichen Speisen her, darunter auch jeweils ein aktuelles Tagesgericht.

Nachdem Isa Yildirim die Wohngebietsgaststätte übernommen hatte, ist er auch nach Bautzen gezogen. Zuvor wohnte er mit seiner Familie in Radeberg, wo sein Vater ein Döner-Restaurant betreibt. „Ich bin meinem Vater schon frühzeitig bei seiner Arbeit zur Hand gegangen, deshalb wusste ich, dass die Gastronomie was für mich ist“, sagt Isa Yildirim. Dennoch erlernte er zunächst in Kamenz den Beruf des Konstruktionsmechanikers, den er dann allerdings gar nicht ausübte. Der junge Gastronom kam 2008 im Alter von zwölf Jahren mit seinen Eltern nach Deutschland. An seine Heimatstadt Gaziantep in Südanatolien, die mit 1,8 Millionen Einwohnern sechstgrößte Stadt der Türkei ist, hat er nur noch wenig Erinnerungen.

Insgesamt beschäftigt Isa Yildirim in seiner Wohngebietsgaststätte vier Mitarbeiter: Neben dem Küchenchef und einem Hausmeister ist das auch Bruder Idris. Die beiden Gasträume haben jeweils 40 Plätze. An der kleinen Bowling-Bahn im Untergeschoss, die Isa Yildirim ebenfalls von seinem Vorgänger übernommen hat, gibt es 50 Plätze. Hinzu kommen im Sommer noch einmal 36 Plätze im Freien. In der Saison wird auch Kugel- und Softeis angeboten. Wer die Bowlingbahn am Wochenende nutzen möchte, sollte sich anmelden. In der Woche sei dagegen ihre spontane Nutzung möglich.