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Neue Route für Klingenberg

Die Gemeinde will als Wanderregion mehr Touristen anlocken. Was sie dafür tut.

© Egbert Kamprath

Von Anja Ehrhartsmann

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Im grünen Herzen des waldreichen Landschaftsschutzgebietes Oberlausitzer Bergland sprudelt ein ganz besonderer Schatz: Oppacher Mineralwasser, das überall dort zu Hause ist, wo Menschen ihre Heimat genießen.

Klingenberg. Wandern gehört zu den Lieblings-Freizeitaktivitäten der Deutschen und das Osterzgebirge lockt jährlich Touristen von Nah und Fern in die Region. Damit sich Ortsfremde besser orientieren können, ist zum Beispiel eine durchgängige, einheitliche Beschilderung der Wanderwege von Vorteil. Aber auch Einheimische nutzen die Wege zur Naherholung und profitieren von intakten Pfaden, genügend Sitzmöglichkeiten oder Schutzhütten. Um dem Rechnung zu tragen, beschäftigt sich die Gemeinde Klingenberg nun eingehend mit den Wanderwegen auf ihrem Gebiet und in den angrenzenden Bereichen. Der Verwaltungsausschuss hat jüngst die Ingenieurleistungen für ein sogenanntes Wanderwegekonzept vergeben, das hinterher umgesetzt werden soll.

Warum braucht die Gemeinde ein Konzept?
„Wir wissen, in welcher schönen Wanderregion wir leben, die jedoch zu wenig wahrgenommen wird“, sagt Torsten Schreckenbach (BfK). Das Konzept soll als Handlungsgrundlage dienen und zum Beispiel zeigen, wo noch zusätzliche Bänke oder Rasthütten Sinn machen würden. Torsten Schreckenbach: Der Gemeinderat hat deshalb den Auftrag erteilt, gemeinsam mit Ortswanderwegewart Gunter Fichte ein vollständiges einheitliches Wanderwegekonzept zu erarbeiten, dieses mit allen Beteiligten abzustimmen und dem Gemeinderat dann wieder zur Entscheidung vorzulegen.

Welche Ziele verfolgt die Gemeinde mit dem Konzept?
Die Gemeinde Klingenberg will für ihr Gebiet eine einheitliche Kartengrundlage erstellen lassen. Dadurch soll Klingenberg zum einen als Ausflugsziel für Touristen attraktiver werden. Aber auch die Einheimischen, die auf den Wanderwegen unterwegs sind, profitieren davon. Wichtiger Bestandteil des Konzepts ist deshalb die digitale Erfassung aller Daten. Diese sollen fürs Internet aufbereitet werden und online abrufbar sein. Durch die Kartengrundlage erhalten Ortswanderwegewart, Bauamt und Bauhof außerdem eine einheitliche Arbeitsgrundlage. Auch für künftige touristische Projekte ist das Konzept wichtig. „Wir brauchen eine konzeptionelle Grundlage, um Fördergelder beantragen zu können“, sagt Ortswanderwegewart Gunter Fichte, der froh ist, dass es nun losgehen soll.

Was soll am Ende dabei rauskommen?
Im Ergebnis soll ein Konzept entstehen, das nach Möglichkeit umgesetzt wird und von dem auch andere Bereiche profitieren, wie die Hotel- und Gastronomiebranche oder Bus und Bahn. Von dem Konzept verspricht sich Ortswanderwegewart Gunter Fichte vor allem eine einheitliche Beschilderung der Wanderwege. Zum Teil seien die Schilder am Wegesrand noch selbst gebastelt. Viele kleine Ortswanderwege sind außerdem gar nicht markiert. „Ich hoffe, dass es so schnell wie möglich losgeht.“ Gemeinsame Sache macht er mit dem Ingenieurbüro für Landschaftsplanung Henry Krenz in Hennersdorf, das der Ausschuss einstimmig für 9 400 Euro beauftragt hat. Die Gesamtkarte als Grundlage für Druck-Erzeugnisse und Internet liefert die Firma Apus Systems aus Dresden für rund 9 400 Euro. Das EU-Förderprogramm Leader übernimmt 75 Prozent der Kosten für das Konzept.