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Neue Spur zu Michaela?

Das Mädchen verschwand Anfang des Jahres in Usti nad Labem. Jetzt gibt es Hinweise, dass die Zwölfjährige in Sachsen ist.

© Polizei

Von Steffen Neumann, SZ-Korrespondent in Usti nad Labem

Usti/Großschönau. Seit Januar ist die 13-jährige Michaela Muzikarova aus Usti nad Labem spurlos verschwunden. Acht Monate hat die tschechische Polizei erfolglos nach dem Mädchen gefahndet. Sie war am 11. Januar nicht in der Schule angekommen. Was auf dem Schulweg passierte und wo sich das Mädchen aufhielt, konnte nicht aufgeklärt werden.

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Doch nun arbeitet die tschechische Polizei mit einer neuen Version. „Wir haben zwei konkrete Hinweise“, bestätigt Zbynek Dvorak, Vizechef der Polizei in Usti. Einer von ihnen besagt, dass sich das Mädchen im sächsischen Grenzort Großschönau aufhält. Das tschechische Online-Portal Seznam.cz zitiert aus dem Brief eines Lesers, der behauptet, dass Michaela noch lebt.

Dabei hatten die Beamten vor zwei Wochen erst die Ermittlungen offiziell eingestellt. Der Hauptverdächtige, der frühere Partner von Michaelas Mutter, hatte sich Ende Januar umgebracht, bevor er in Haft genommen werden konnte. In Michaelas Kinderzimmer hatte die Polizei seine Spermaspuren festgestellt, in seinem Auto fanden sich Schere und Zirkel des Mädchens.

Die tschechische Polizei geht trotz des neuen Hinweises immer noch davon aus, dass das Mädchen nicht mehr lebt und ihr toter Körper irgendwo zwischen Usti und Plzen liegt, wohin der frühere Partner der Mutter zur Arbeit gependelt war.

Auch die sächsische Polizei sucht nicht aktiv nach dem Mädchen, dazu seien die Hinweise zu wenig konkret, teilte ein Polizeisprecher mit. Sie ist aber europaweit zur Fahndung ausgeschrieben. In der Gemeindeverwaltung von Großschönau selbst ist nicht bekannt, dass sich das Mädchen in dem Ort aufhalten soll. „Das wäre uns sicher aufgefallen“, sagt Rainer Milde vom Ordnungsamt.