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Neuer Fuhrpark für Freitals Feuerwehren

Vier Jahre, vier Autos – Freital stattet seine Wehren mit neuen Fahrzeugen aus. Das kostet viel Geld.

© Marko Förster

Von Annett Heyse

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Freital. Sie tragen Typenbezeichnungen wie HLF 20, TLF 4000 oder MLF, sind rot lackiert und meistens mit Tatütata unterwegs – Feuerwehrautos. Der Fahrzeugbestand der Freitaler Wehren ist allerdings in die Jahre gekommen. Nun soll er Schritt für Schritt ausgetauscht werden. So sieht es der Brandschutzbedarfsplan der Stadt vor und so haben es die Stadträte kürzlich mit dem Haushaltsplan beschlossen. In den kommenden vier Jahren werden deshalb drei Feuerwehrautos ersetzt und ein weiteres zugekauft. Die Investitionskosten liegen insgesamt bei 1,2 Millionen Euro, wobei die Stadt etwa eine halbe Million aus eigener Tasche aufbringen muss.

Vor allem beim Bestand der Döhlener Wache, die größte und zentralste in Freital, ist Bedarf. Als erstes bekommen die Döhlener noch in diesem Jahr ein neues Hilfeleistungslöschfahrzeug HLF 20. Das Auto kann von der Brandbekämpfung bis zur technischen Hilfeleistung vielseitig eingesetzt werden, kostet aber einiges. Die Stadt rechnet mit einem Preis um die 450 000 Euro. Dafür ist das Hilfeleistungslöschfahrzeug mit einem Tank, weiteren Löschmitteln und einem umfangreichen Zubehör für den Einsatz bei Verkehrsunfällen, Unwettern und Lebensrettung ausgerüstet.

Ebenfalls für die Döhlener Wache bestimmt ist ein neues Tanklöschfahrzeug TLF 4000. Das soll im kommenden Jahr bestellt werden und kostet 260 000 Euro. Hinter der Bezeichnung verbirgt sich das klassische Auto für Einsätze bei Bränden. Es hat einen 4 000 Liter fassenden Wassertank und weitere sogenannte Sonderlöschmittel. Das neue Fahrzeug kommt als Ersatz für ein älteres Tanklöschfahrzeug.

Und Döhlens Feuerwehrmänner haben weiteren Bedarf. So soll im Jahr 2021 ein zusätzliches mittleres Löschfahrzeug gekauft werden. Es ist etwas kleiner als die beiden anderen Autos, besitzt einen Wassertank und eine Grundausstattung für die technische Hilfeleistung. Kostenpunkt: 220 000 Euro.

Auch der Löschzug Hainsberg bekommt ein neues Auto. Hier ist geplant, ein älteres Löschfahrzeug auszusortieren und ebenfalls ein neues mittleres Löschfahrzeug zu kaufen. Die Stadt rechnet mit Kosten von 300 000 Euro.

Hinter der Kaufoffensive steckt allerdings keine strategische Neuausrichtung von Freitals Wehren und Löschzügen. „Die Ersatzbeschaffungen beziehen sich ausschließlich auf den Erhalt des vorhandenen Fahrzeugparks“, teilt Matthias Weigel, Sprecher der Stadt Freital, mit. Altfahrzeuge, die durch Neubeschaffungen ersetzt werden, wolle man außer Dienst stellen und verkaufen.

Zudem investiert die Stadt nicht nur in Fahrzeuge, sondern auch die weitere Ausstattung ihrer Kameraden. So ist vorgesehen, in den Jahren bis 2021 in die Atemschutztechnik zu investieren, ein Sprungpolster, eine Wassersperre und einen Rettungssatz „Schneiden und Spreizen“, der vor allem bei Verkehrsunfällen gebraucht wird, zu beschaffen.

In Freitals Wehren sind derzeit 148 Männer und Frauen aktiv, die Jugendfeuerwehr hat 73 Mitglieder. Die Kameraden wurden im vergangenen Jahr zu 68 Brandeinsätzen, 246 technischen Hilfeleistungen und acht sonstige Einsätze gerufen. 35-mal rückten sie bei Fehlalarmierungen aus. Dann gab es noch 34 überörtliche Hilfeersuche, also Einsätze in angrenzenden Kommunen. Weigel: „Es waren mehr Einsätze als 2016.“