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Neusalza-Spremberg triumphiert

Schon wieder düpiert ein unterklassiges Team beim Landskron-Cup in Bautzen die drei Regionalligisten.

Das siegreiche Team des FSV Neusalza-Spremberg. © Christian Kluge

Bei der 20. Jubiläumsauflage des Hallenturniers um den Landskron-Cup in der Bautzener Schützenplatzhalle gab es schon wieder eine Überraschung. Nachdem im Vorjahr der SV Einheit Kamenz die angetretenen Regionalligisten düpiert hatte und den Pokal mit in die Lessingstadt nahm, war es diesmal der FSV Neusalza-Spremberg. Der Landesliga-Fünfte setzte sich am Sonnabend im Finale gegen Regionalligist Bischofswerdaer FV mit 3:1 durch und hatte mit Marius Riedel auch einen der beiden besten Torjäger des Turniers in seinen Reihen. Riedel traf – ebenso wie Franz Häfner vom Cupverteidiger Kamenz – viermal ins Schwarze.

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Erster Budissa-Test am 19. Januar

Regionalligist FSV Budissa Bautzen erwies sich zwei Wochen vor dem Beginn der Vorbereitung auf die Punktspiel-Rückrunde als guter Gastgeber. Die Spreestädter ließen den meisten Konkurrenten den Vortritt, erreichten nur das Spiel um Platz sieben und bezwangen hier den FV Eintracht Niesky klar mit 5:1. Der Testspiel-Start der Budissen erfolgt laut aktueller Planung am 19. Januar um 11 Uhr mit der Partie bei der A-Jugend von Dynamo Dresden.

Bautzens Trainer Torsten Gütschow meinte nach dem doch etwas enttäuschenden Abschneiden beim Landskron-Cup: „Viele meiner Stammspieler sind in der Halle nicht dabei. Wir haben auch am Sonnabendvormittag das erste Mal wieder trainiert. Natürlich hätten wir als Heimmannschaft gern gewonnen, aber nun geht es jeden Tag weiter mit dem Training für die Vorbereitung auf die nächsten Punktspiele. Was die Probleme nach dem Weggang von Keeper Maik Ebersbach angeht, kann ich nur soviel sagen: Christopher Schulz hat zuletzt im Tor gute Leistungen gezeigt. Aber natürlich brauchen wir einen weiteren Torwart und wollen in den nächsten Tagen jemanden neu verpflichten.“

Eine Szene aus dem Finale zwischen dem FSV Neusalza-Spremberg und Regionalligist Bischofswerdaer FV 08.  © Christian Kluge

Besser verlief der Landskron-Cup für Regionalliga-Konkurrent Bischofswerdaer FV 08. Die Schiebocker unterlagen erst im Finale gegen Neusalza-Spremberg mit 1:3. Pokalverteidiger SV Einheit Kamenz feierte im Spiel um Platz drei einen Achtungserfolg. Der Landesligist schlug hier Regionalligist FC Oberlausitz Neugersdorf mit 3:2 und trat am Sonntag zum eigenen S-Mobil-Cup in der Sporthalle am Flugplatz an. Dieses Hallenfußballturnier lief bei Redaktionsschluss dieser Seite noch.

Zurück zum 20. Landskron-Cup in Bautzen. Im Auftaktspiel gelang Gastgeber Budissa noch ein 2:2 gegen Neugersdorf. Doch es blieb der einzige Punkt für das spätere Schlusslicht der Gruppe A, denn die Spiele gegen die beiden Landesligisten Kamenz (0:2) und Pirna-Copitz (0:1) gingen verloren. Gruppensieger Neugersdorf und Kamenz zogen dann in die Halbfinalpartien ein.

Derweil setzten sich die Schiebocker in der Gruppe B punktgleich mit sieben Zählern vor Neusalza-Spremberg durch. Hier trennten sich beide Teams noch 1:1, doch das spätere Finale ging dann an den Landesligisten. Die meisten Tore in einem Vorrundenspiel fielen übrigens im letzten Vergleich, als der BFV gegen Eintracht Niesky mit 6:2 gewann. Als bester Torwart wurde Petr Schwarz vom SV Einheit Kamenz ausgezeichnet, bester Spieler war Lukas Bouska vom FSV Neusalza-Spremberg.

Apropos Bischofswerdaer FV: Kurz vor dem Landskron-Cup gab es interessante Neuigkeiten bei den Schiebockern, die mit zwei neuen Spielern aufwarten konnten. Zunächst wurde mit Oliver Merkel der erste Wintertransfer verkündet. Der gebürtige Augsburger durchlief die Nachwuchsabteilung der SG Dynamo Dresden bis hin zur Profimannschaft. 2010 debütierte der heute 27-Jährige unter dem damaligen Cheftrainer Matthias Mauksch in der 3. Liga für die Schwarz-Gelben.

Nach 113 Oberliga- und Regionalligaspielen für den FCO Neugersdorf wurde Merkels Vertrag beim Oberlausitzer Ligakontrahenten aufgelöst. Der 1,72 m große Flügelflitzer unterschrieb beim BFV 08 zunächst einen Vertrag bis zum 30. Juni 2019. BFV-Geschäftsstellenleiter Fred Wonneberger: „Durch die Verpflichtung von Oliver Merkel gewinnen wir einen flexibel einsetzbaren Spieler, der auf beiden Außenpositionen sowohl offensiv als auch defensiv spielen kann.“ Und Merkel ergänzte: „Das Wichtigste dabei ist, zusammen das Ziel Klassenerhalt zu erreichen.“

Mattern kommt vom VfB Auerbach

Auch Defensivspieler Alexander Mattern wechselt vom VfB Auerbach nach Bischofswerda und unterschrieb einen Vertrag bis zum 30. Juni 2020. Der 1,89 m große Mattern verstärkt im Team von Trainer Erik Schmidt sowohl die Innenverteidigung als auch das defensive Mittelfeld. Der Student spielte zuletzt seit 2015 95 Mal für Regionalligist VfB Auerbach, fehlte dort jedoch bis Ende Dezember aufgrund eines Auslandssemesters.

Mattern, der an der TU Chemnitz studiert, wird in Zukunft in Dresden wohnen. „Da ich meine Masterarbeit nicht unbedingt in der Uni schreiben muss, ist mir diese Entscheidung leicht gefallen. Für mich ist es erst einmal wichtig, mich nach meinem Auslandssemester in Deutschland einzuleben und mein Studium zu beenden. Bezogen auf den BFV 08 werde ich versuchen, der Mannschaft mit meinen Fähigkeiten weiterzuhelfen.“