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Nieskyer Aufstiegstraum geplatzt

Die Eintracht-Kicker verlieren das Kreisderby in Neusalza mit 0:2 und haben jetzt vier Punkte Rückstand. Die Gastgeber führen erst glücklich, gewinnen aber am Ende verdient.

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Nieskys Trainer Enrico Kuntke kann es nicht fassen: Die Aufstiegs-Chance in die Landesliga ist dahin.
Nieskys Trainer Enrico Kuntke kann es nicht fassen: Die Aufstiegs-Chance in die Landesliga ist dahin. © Foto: Hans-Ernst Friedrich

Die Nieskyer Eintracht-Fußballer haben am Sonntag ihre wohl letzte Chance auf den Staffelsieg in der Landesklasse Ost und den Aufstieg in die Landesliga verspielt. Im Kreisderby beim FSV Neusalza-Spremberg kassierten die Nieskyer eine 0:2-Niederlage und haben jetzt vier Punkte Rückstand auf den Tabellenführer Dresdner SC.

Den Nieskyern stand ihr Stammtorwart Aleksander Sobczak nicht zur Verfügung. Überraschend verzichtete FVE-Trainer Enrico Kuntke auch auf seine besten Saisontorschützen Luca Darius Pluta und Pascal Löper, die erst zur Pause in das Spiel kamen. Den ersten Torabschluss hatten vor reichlich 180 Zuschauern die Gastgeber durch Wanacki, der das Nieskyer Tor aber verfehlte (3.).

Erste Großchance hatten Niesky - doch Neusalz ging in Führung

Die erste Großchance hatten die Gäste nur kurz darauf. Florian Zieschang kam in Mittelstürmerposition frei stehend zum Abschluss und setzte den Schuss an den Torpfosten, von wo aus der Ball an den Rücken von FSV-Torwart Dominic Schirings prallte, dieser die Situation aber anschließend gedankenschnell bereinigte (5.). Nach zwölf Minuten spielten sich die FSV-Kicker über ihre linke Angriffsseite bis in den Eintracht-Strafraum vor, wo Wittek die Flanke von Frie mit der Hand aufhielt. Den fälligen Foulelfmeter verwandelte der junge Jarmer flach und präzise zur Neusalzaer Führung (13.).

Danach versuchte der Gast aus Niesky, mehr Spielkontrolle zu erlangen, die Kohlschütter-Schützlinge waren aber bissig in ihren Zweikämpfen und ließen den nervösen Gästen kaum Raum zur Entfaltung. In der 31. Minute strich eine Freistoßeingabe von Nieskys Harbaum an Freund, Feind und langem Pfosten vorbei. Ein Abschluss von Geduhn wurde sichere Beute des aufmerksamen FSV Keepers Schiring (32.). Auf der anderen scheiterte Frie frei stehend an Eintracht-Torwart Linke (45.).

Die Gäste brachten mit dem Seitenwechsel ihre beiden Toptorjäger Pluta und Löper ins Spiel, aber die Platzherren warfen alles in die Waagschale, um die Eintracht Kicker vom eigenen Tor fernzuhalten. Rudolph setzte eine Jarmer-Eingabe am kurzen Pfosten frei am Tor vorbei (56.). Die entscheidende Aktion gelang Neusalza-Spremberg in der 65. Spielminute, als die Gäste den Ball nicht ordentlich zu Ende verteidigten. Wanacki brachte den Ball erneut vor das FVE-Tor, wo Jarmer den Ball behauptete und ihn mit einem Schuss aus der Drehung über die Torlinie beförderte.

Ideenlose Nieskyer in der Schlussphase

Kurz darauf hatte Wanacki die Möglichkeit das Ergebnis auf 3:0 zu stellen, als er nach einer riesigen Lücke im Nieskyer Abwehrzentrum enteilte, den Ball dann aber nicht an FVE-Keeper Linke vorbeibrachte (66.). In der Schlussphase fiel den Kuntke-Jungs nicht mehr viel ein, bis auf einige lang geschlagene Bälle, die von der Neusalzaer Verteidigung abgeköpft wurden, kam kein durchdachter Gästeangriff mehr zustande. Im Gegenteil, die Nieskyer produzierten einige Fehler, Mühlmann hätte fast einen Abstimmungsfehler zwischen FVE-Kapitän Berg und seinem Torwart zum nächsten Neusalzaer Tor genutzt.

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Letztendlich konnte der Torwart diese Situation noch in höchster Not bereinigen (79.). Die letzte Möglichkeit im Spiel gehörte ebenfalls den Platzherren. Nach einem Sololauf von Rudolph setzte dieser seinen Abschluss aus aussichtsreicher Position doch deutlich über den Kasten (90. +1). Der Schlusspfiff des Schiedsrichters Michael Ullmann aus Dresden ging dann im Jubel der Neusalzaer unter, die diesen Sieg ausgelassen mit Freibier feierten und ihren vierten Platz in der Tabelle festigten.

Der FV Eintracht Niesky hat kaum noch Hoffnungen auf die Rückeroberung der Tabellenspitze. Aus den vergangenen sieben Spielen wurden lediglich zwei Siege (auch gegen Spitzenreiter DSC) eingefahren. Vier Niederlagen in dieser Saisonphase sind einfach zu viel. (SZ)