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Radebeul

Noch viel Platz für Azubis

Zum Schau-rein-Tag luden die Druckerei Vetters und 19 weitere Unternehmen ein. Nicht die letzte Chance zum Kennenlernen.

Zahlreiche Schülerinnen und Schüler nutzten die Gelegenheit, sich in Radeburger Unternehmen umzuschauen. Auch in der Druckerei Vetters GmbH & Co. KG. Dort sprachen Geschäftsführer Jürgen Vetters (l.), Martin Pinior und Azubi Annabel Kaufmann über ihre Fir © Norbert Millauer

Radeburg. Unter acht Berufen – vom Maschinen- und Anlagenführer bis zum Medientechnologen – könnten sie wählen. Die elf jungen Leute, die am Donnerstagvormittag zur Druckerei Vetters im Radeburger Gewerbegebiet gekommen sind, um sich über Ausbildungsmöglichkeiten in dem Familienbetrieb zu erkundigen.

Geschäftsführer Jürgen Vetters würde es gern sehen, wenn sich einige der Schülerinnen und Schüler für eine Lehre in seinem Unternehmen interessieren. Sechs Ausbildungsplätze sind aktuell zu vergeben. Erst ein Bewerber hat sich gemeldet.

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Dabei kann die Druckerei mit einer beeindruckenden Entwicklung aufwarten. Als eines der innovativsten Druckunternehmen für Rollen- und Bogenoffset in Deutschland, wie die Gäste einer Präsentation entnehmen können. Plus weitere Fakten: Hergestellt werden unter anderem Magazine, Prospekte, Umschläge, Beilagen. Für Kunden, die vom Supermarkt bis Bertelsmann und Springer zu finden sind.

Visitenkarten und Briefbögen entstehen hier nicht mehr, dafür gibt es keine Anlagen. Die heutigen Maschinen sind für Aufträge von 50 000 bis sieben, acht Millionen Auflage ausgelegt. Jürgen Vetters nennt eine Spezialität: die Personalisierung. Da werden Leute in Printprodukten, die im Briefkasten landen, namentlich angeredet. Also direkte Kundenansprache, beispielsweise bei einem bestimmten Angebot oder Gewinnspiel. Dann folgt noch eine große Zahl: Jede einzelne Rollenmaschine, die bei Vetters arbeitet, kostet sechs Millionen Euro – und muss rollen. Damit sie das tut, sind die Mitarbeiter tagtäglich gefordert. Vom Medienkaufmann digital und Print über den Medientechnologen Druck bis zur Fachkraft für Lagerlogistik.

Doch was hat ein Medienkaufmann eigentlich zu tun, was lernt er in den drei Jahren Ausbildung? Annabel Kaufmann, Auszubildende zur Medienkauffrau im ersten Lehrjahr, kann das gut erklären. Dass sie oft Beratungs- und Verkaufsgespräche mit Kunden führen kann, war für sie ein Punkt, sich für den Beruf zu entscheiden. Weil sie den Kontakt zu Menschen schätzt. Deshalb ist sie nicht zuletzt angetan von den Berufsschultagen in Leipzig. Dort lernt sie immer wieder neue Leute kennen.

Auch Martin Pinior, Leiter Verwaltung, bringt den Besuchern den Vetters-Alltag näher. Anfangs mit einem etwas unorthodoxen Hilfsmittel. Einer Rolle Klopapier. Sie soll eine der verarbeiteten Riesen-Papierrollen verkörpern. Und hilft zu erklären, was alles damit passiert.

Dann sind die jungen Gäste gefragt, auf dem Tisch ausgelegten Sachen die Ausbildungsberufe zuzuordnen. Ob die Medienkabel zum Fachinformatiker gehören? Der Schraubendreher zum Maschinen- und Anlagenführer? Das Klebeband zur Fachkraft für Lagerlogistik?

Martin Pinior und Annabel Kaufmann erläutern die Berufsanforderungen ausführlich, bevor der Betriebsrundgang startet. Da gehen auch Barbara und Frank Wendt aus Dresden mit, die Enkelin Josie bei Vetters begleiten und ganz begeistert sind von den vielen Informationen. Sehr spannend, befindet Barbara Wendt über den Schau-rein-Tag.

Dass viele Teilnehmer dem Schau-rein-Tag etwas abgewinnen, wünscht Radeburgs Bürgermeisterin Michaela Ritter (parteilos). Sie eröffnet gemeinsam mit Geschäftsführer Vetters, Wirtschaftsförderung und Michael Ufert von der Heinrich-Zille-Oberschule den Tag in Radeburg. „Wir hoffen, dass Schule und Unternehmen so näher zusammenrücken, damit ein Mehrwert entsteht“, sagt die Bürgermeisterin. Sie ist froh, dass sich gleich 20 Unternehmen beteiligen. Im nächsten Jahr soll es den Tag wieder geben, er sei schon im Vorfeld ein Erfolg, aufgrund der hohen Teilnahme, erklärt Michaela Ritter. 78 Angebote in 30 Berufsbildern von Bau- über grüne bis zu sozialen Berufen gingen ein, sagt Torsten Zichner von der Wirtschaftsförderung Region Meißen (WRM).

Insgesamt 100 Schülerinnen und Schüler der Heinrich-Zille-Schule sind am Donnerstag dabei. Angucken und dann gleich einen Termin für ein Schülerpraktikum vereinbaren, rät Schulleiter Michael Ufert. Das steht nicht nur den jungen Leuten offen, die schon in den Betrieben unterwegs waren. In der Druckerei Vetters und vielen anderen Unternehmen sind Praktika auf Anfrage möglich.

www.bildungsmarkt-sachsen.de/schau-rein-sachsen.php