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Ohne Kompromiss fällt das Elbhangfest im Schlosspark aus

Der Verein will den Pillnitzer Parkeintritt nicht unterstützen. Doch darauf pocht Schlösserland. Bringen Gespräche die Lösung?

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© dpa

Von Kay Haufe

Es ist eine traurige Vorstellung: Das Elbhangfest endet im nächsten Jahr vor den Toren des Pillnitzer Parkes. Keine Konzerte mehr vor der idyllischen Schlosskulisse, keine Ausstellungen in den lauschigen Heckengärten. Und die Vorstellung wird Wirklichkeit, wenn sich Elbhangfestverein und Schlösserland nicht bald einigen. Knackpunkt ist ein Kooperationsvertrag, den der Verein mit Schlösserland abschließen müsste. Darin hätte er sich verpflichtet, die Jahreskarte für den Eintritt in den Schlosspark zu bewerben. Gleichzeitig hätten Inhaber der Jahreskarte die Möglichkeit, eine Eintrittskarte für das Elbhangfest ermäßigt zu kaufen. Doch genau diese Bedingungen lehnt der Elbhangfestverein ab, weil ein Großteil seiner Mitglieder vehement gegen den Pillnitzer Parkeintritt ist.

Nun hat Schlösserland-Chef Christian Striefler einen Vorstoß gewagt. In einem Brief schreibt er an den Verein, dass es auch 2014 keine Mieterhöhung für die Nutzung durch das Elbhangfest geben wird. „Zwar gehen uns Einnahmen in Höhe von rund 10.000 bis 15.000 Euro am Festwochenende durch den Ausfall von Eintritt, Führungen, Souvenirverkäufen und Parkplatzgebühren verloren. Aber wir wollen das bürgerschaftlich organisierte Fest weiter im gleichen Umfang unterstützen“, schreibt Striefler darin.

Bisher war der Elbhangfestverein immer davon ausgegangen, dass Schlösserland zu den rund 6.500 Euro Miete die Einnahmeverluste addiert. Damit stünden rund 20.000 Euro Mietforderungen im Raum, die der Verein nicht zahlen kann. „Wir werden aber keinesfalls den Kooperationsvertrag akzeptieren. Das hat die Mitgliederversammlung beschlossen“, sagt Volker Wenzel, der Vereinsvorsitzende.

Vorstellbar ist aus seiner Sicht, dass es eine erneute Mitglieder-Abstimmung gibt, wenn Schlösserland wieder alle Tore zum Park öffnet. Nun warten beide Parteien, dass der andere auf ihn zukommt.