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Olaf Schubert wird Vater

Auf der Prießnitzstraße parken Transporter in langer Reihe, eine Filmcrew bereitet den Dreh für Olaf Schuberts ersten Kinofilm vor. In der Komödie verbessert der Comedian die Welt dann auch noch genetisch - oder versucht es zumindest.

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© Andreas Wünschirs/Senator

Die Dresdner Neustadt im Zeichen der Raute: In den nächsten zwei Monaten wird das Leben von Deutschlands mittlerweile berühmtesten Pullunder-Träger verfilmt. Bis Mitte November dient die Dresdner Neustadt als Kulisse für die cineastische Biografie von Olaf Schubert. Die Komödie „Schubert in Love – Vater werden ist (nicht) schwer“ handelt laut Senator Film von den unermüdlichen Anstrengungen des Weltverbesserers, den Planeten von der Neustadt aus zu retten, und die Kollision des Comedians mit dem Alltag, denn zwecks Nachwuchs macht sich der Undenkbare auf die Suche nach einer Frau.

Laster voller Technik für den Schubert-Dreh.
Laster voller Technik für den Schubert-Dreh. © Stefan Becker
Freundliche Aufforderung zum Fremdparken, solange die Dreharbeiten dauern.
Freundliche Aufforderung zum Fremdparken, solange die Dreharbeiten dauern. © Stefan Becker

Das Drehbuch für den Film hat Schubert gemeinsam mit Stephan Ludwig geschrieben, dem Autor der schon legendären Zorn-Krimis. Regie führt Lars Büchel, zu dessen bekanntesten Filmen gehört die preisgekrönte Abenteuer-Geschichte „Lippels Traum“. Doch was der Komödie rund um den Comedian momentan noch fehle, das seien ein paar kesse wie coole Komparsen, die in dem Viertel zu Hause sind, sagt Antje Mews von der Casting-Company Filmissimo.

Bisher hätten sich für den Dreh rund 50 Kandidaten in der Online-Datenbank der Firma registriert, doch könne die Filmcrew noch ein paar authentische Neustadt-Typen gebrauchen, so die Fachfrau für Figuranten, die auch den aktuellen Tatort-Dreh mit Statisten versorgt. Für den Krimi hätten sich rund 600 Menschen gemeldet und praktisch alle seien angefragt worden.

Olaf Schubert hatte noch vor Drehbeginn selbst bei Facebook im Ton des Abschnittsbevollmächtigten zum Mitmachen aufgerufen, aber bisher blieb die Hysterie aus: „Bürgerinnen und Bürger! Über Olafs bewegtes Leben wird nun ein Film gedreht. Und jeder (aus Dresden und Umgebung) kann mitmachen. Vom Punker bis zum Rentner, vom tatsächlich Neugeborenen bis zum Greis. Bewerbungen mit Foto und Angaben zu Beruf sowie besonderen Fähigkeiten bitte an [email protected] Die Verwaltung.“

Antje Mews ergänzt, dass ein paar Dreadlocks oder Tattoos, gepflegte Vollbärte oder eine Kolonne von Kinderwagen auch ins Bild passen würden und wartet jetzt weiter auf die nächsten Registrierungen. Bis zum Ende des Monats können sich die potenziellen Komparsen noch anmelden, gezahlt werde Mindestlohn und gedreht meist nur unter der Woche. Mögliche Kandidaten können sich noch bis zum Ende des Monats melden, Mitte November fällt dann voraussichtlich die letzte Klappe – aber nicht die vom Weltverbesserer.

Noch bis zum Donnerstag dient die Prießnitzstraße 48 als Drehort für die ersten Szenen von „Schubert in Love – Vater werden ist (nicht) schwer“. (szo)