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Ortsvorsteher wechselt die Seiten

Bei der Stadtratswahl tritt Wolfgang Schneider für die Bürger für Freital an. Er bringt zwei weitere Kandidaten mit.

Von Annett Heyse
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Der Pesterwitzer Ortsvorsteher Wolfgang Schneider (links) kandidiert nach seinem CDU-Austritt für die Bürger für Freital. Ebenso Steffen Schütze, der als Vize-Chef des SV Pesterwitz im Ortsteil gut bekannt ist.
Der Pesterwitzer Ortsvorsteher Wolfgang Schneider (links) kandidiert nach seinem CDU-Austritt für die Bürger für Freital. Ebenso Steffen Schütze, der als Vize-Chef des SV Pesterwitz im Ortsteil gut bekannt ist. © Annett Heyse

Wenn am 26. Mai ein neuer Stadtrat für Freital gewählt wird, steht ein bekannter Name nicht mehr auf der Liste der CDU, sondern bei den Bürgern für Freital. Wolfgang Schneider, Ortsvorsteher von Pesterwitz und seit vielen Jahren auch Mitglied im Stadtrat, wechselt zu der parteiunabhängigen Wählergemeinschaft. „Ich bin 2017 aus der CDU ausgetreten wegen der großen Politik“, begründet er.

Weil er aber noch Lust verspüre, sich politisch in Freital zu engagieren, habe er mit den Bürgern für Freital Kontakt aufgenommen. „Ich denke, das passt und wir können gemeinsam etwas entwickeln“, sagt Schneider.

Der Pesterwitzer bringt zudem zwei weitere Kandidaten mit: Steffen Schütz und Andreas Steinke. Steinke sitzt ebenfalls im Pesterwitzer Ortschaftsrat, Schütz ist im Ortsteil als stellvertretender Vereinsvorsitzender des SV Pesterwitz gut vernetzt. „Bisher sind wir in den Ortsteilen nicht so gut vertreten gewesen, jetzt können wir dort etwas mehr Fuß fassen“, freut sich Chris Meyer, der als derzeitiger Fraktionsvorsitzender bei der nächsten Wahl auch wieder auf Listenplatz eins antritt. Zudem will Olaf Wasner, mit 78 Jahren einer der ältesten Stadtratsmitglieder, ebenfalls nochmals antreten. „Ich fühle mich noch fit genug“, sagte er bei der öffentlichen Nominierungsveranstaltung am Montagabend auf Schloss Burgk in die Runde.

Wasner war es, der die Bürger für Freital 1999 mitgründete. Als unabhängige Wählervereinigung möchte man allen Freitalern die Möglichkeit geben, sich an der Lokalpolitik zu beteiligen. Einzige Bedingung: Keiner der Mitwirkenden darf ein Parteibuch haben.

Die Bürger für Freital zogen über die Jahre vor allem zahlreiche Unternehmer an, doch nach der erfolgreichen Wahl 2014, als man acht Mandate errang, kam 2015 der Bruch. Vier Abgeordnete – Frank Gliemann, Uwe Jonas, Alexander Frenzel und Claudia Mihály-Anastasio – trennten sich von der Fraktion und sitzen seitdem als Freie Wähler im Stadtrat.

Nun wollen die Bürger für Freital noch einmal neu angreifen. Dafür brauchen sie zunächst 100 Unterstützerunterschriften, weil genau die Hälfte der Abgeordneten die Fraktion verließ. Unterzeichnen kann jeder Freitaler, der mindestens 18 Jahre alt ist. Die Unterschrift ist beim zuständigen Gemeindewahlausschuss zu leisten, ein Personalausweis ist dabei vorzulegen. Das Gremium sitzt in der Lutherstraße 16 und nimmt Wahlvorschläge und Unterstützerunterschriften bis zum 21. März entgegen.

Für die neue Legislaturperiode wollen die Bürger für Freital ihr Hauptaugenmerk vor allem auf die Stadtentwicklung legen. „Die Gestaltung des Stadtzentrums und des Kerngebiets Dresdner Straße ist eines unserer wichtigsten Themen“, sagt Chris Meyer. Auch die Weiterführung der Umgehungsstraße bleibe ein Ziel.

Für die Bürger für Freital treten:  Chris Meyer, Olaf Wasner, Norbert Meyer, Wolfgang Schneider, Lars Tschirner, René Neumann, Hans-Gunther Müller, Heike Liebhold, Andreas Steinke, Steffen Schütz, Katrin Kahlert, Christian Simon, Steffen Aßmann, Robert Fischer, Robert Wasner

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