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Ottendorf baut Brücken

Die Flut 2013 hat einige Flussquerungen stark beschädigt. Für deren Erneuerung wird nun viel Geld investiert.

© Willem gr. Darrelmann

Von Sebastian Kositz

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Eineinhalb Jahre nach dem verheerenden Hochwasser im Rödertal packt die Gemeinde Ottendorf-Okrilla jetzt im großen Stil den Wiederaufbau von dabei in Mitleidenschaft gezogenen Brücken an. Gleich fünf Querungen will das Rathaus in den kommenden Monaten auf dem Terrain der Kommune abreißen und im Anschluss neu errichten lassen. Ein ambitioniertes Vorhaben, für das mehrere Hunderttausend Euro investiert werden müssen. Geld, was die Gemeinde Ottendorf-Okrilla erst einmal vorstrecken muss, letztlich aber in voller Höhe aus dem entsprechenden Programm zur Beseitigung der Flutschäden vom Freistaat wieder ausgezahlt bekommt.

Die mit Feldsteinen gesetzte Gewölbebrücke über die Kleine Röder am Dammweg an der nördlichen Gemeindegrenze darf schon jetzt nicht mehr befahren werden. An dieser Stelle ist eine schlichte Betonüberquerung für 170000 Euro geplant. © Willem gr. Darrelmann
In der Nähe der Lomnitzer Straße quert ein Wirtschaftsweg die Kleine Röder über diese wenig Vertrauen erweckende Konstruktion. Die Brücke soll ebenfalls verschwinden und für etwas mehr als 170000 Euro durch einen Neubau ersetzt werden. © Willem gr. Darrelmann
An der Brücke über die Orla am Alten Teichhaus sind die Schäden nicht zu übersehen. Der Neubau soll bis zu 70 Zentimeter höher werden, damit die Querung nicht wie 2013 vom Hochwasser überspült wird. Die Arbeiten kosten etwa 150000 Euro. © Willem gr. Darrelmann
Die Brücke über die Große Röder in Hermsdorf ist von Rissen und Brüchen durchzogen. Experten sehen an dem Bauwerk an der Diensdorfer Straße Handlungsbedarf. Der Neubau soll breiter und knapp ein Meter höher werden. Kosten: 390000 Euro. © Willem gr. Darrelmann

Als größte Herausforderungen gelten dabei die Brücke über die Orla am Alten Teichhaus in Ottendorf und die Querung über die Große Röder in Hermsdorf, die in Höhe der Diensdorfer Straße die beiden links und rechts des Flusses gelegenen Fahrbahnen der Straße An der Röder verbindet. Beide Brücken werden höher als bislang, damit bei einer erneuten Jahrhundertflut die Wassermassen ausreichend Platz haben, um darunter durchzufließen. Im Umfeld beider Brücken müssen deshalb auch die Fahrbahnen angehoben werden.

Mit zum Programm gehören zudem zwei Brücken an der nördlichen Gemeindegrenze im Gebiet zwischen der Lomnitzer Straße und dem Nordbahnhof, die vorwiegend von Forstfahrzeugen genutzt werden, sowie eine Fußgängerbrücke über die Röder in Medingen am Eichenweg. Wann genau die Arbeiten an den Brücken starten werden, ist allerdings noch offen.

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